Die Freistatt
- Journal
- Die Freistatt
- Volume
- 1 (1913-1914)
- Issue
- Heft 11 (20.2.1914)
- Article
- Ich weine -
- Date
- 1914-02-20
- Page
- Seite 662 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Verse 661 War ich doch blind — Dächte dann, ich läg in deinem Leib* Alle meine Blüten täte ich Zu deinem Blut Ich bin vielreich Niemandwer kann mich pflücken; Oder meine Gaben tragen Heim. Du — Der Himmel trägt im Wolkengürtel Den gebogenen Mond, Unter dem Sichelbild Will ich in deiner Hand ruhn. Immer muß ich wie der Sturm will. Bin ein Meer ohne Strand. Aber seit du meine Muscheln suchst, Leuchtet mein Herz. Das liegt auf meinem Qrund Verzaubert. Vielleicht ist mein Herz die Welt! — Pocht — Und sucht nur noch dich —, Wie soll ich dich rufen? Ich will dich ganz zart mich lehren; Schon weißt du mich zu nennen. Sieh meine Farben, Schwarz und Stern. Und mag den kühlen Tag nicht, Der hat ein Glasauge.