Die Freistatt
- Journal
- Die Freistatt
- Volume
- 1 (1913-1914)
- Issue
- Heft 11 (20.2.1914)
- Article
- Genie und Bürger
- Date
- 1914-02-20
- Page
- Seite 660 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Verse 659 Verse Albert E hrenstein; Genie und Börger In schwarze Himmel hat die Sonne Ein Messingauge sich geglotzt. Ob dort das dunkle Dickicht wohne, Sie hat sich doch hinangetrotzt In Qualen zwar und Bitternissen, Zerrissen und auf Vieren wankend, Doch kam er an. Und Flinke drangen nach, Schon rings ausschweifend, wolkengierig, In Freude hoch der Gipfellüste, Dem Talgestank der Täler fern. Wohl ihm, der so von Meer zu Meere Den sturmgespülten Kahn doch trieb, Sich noch aus jedem Sternenheere Der Sterne Menge herabhieb. Der aber nie zu Sternen sprang, Ihm dient der Drang. Und tadelt nicht den Bürger! Er bezahlt den Bazillenwürger. In jeden Himmel hat das Rohr, Schiff, Bahn, Aeroplan, Ein Guckloch sich geglotzt. Zum Rinnsal ward der Ozean, Zum hygienischen Spucknapf. Wolken von Butterstullenpapieren umhüllen Den sterbenden Gaurisankar. Worte des Dämons Wenn ich mich erhebe Aus dem Gekröse der Nacht, Um mich her meine Seele Starrend von Ichbesessenheit Avacht. Ihr Schwachen lobet den Tag, Da der hellere Schein lichte Ambrosia scheint Ich hasse das Feuer der Sonne, Die atemspendende Wut. Den lebenblökenden Schafen Bin ich ein feindlicher Stern.