Die Freistatt
- Journal
- Die Freistatt
- Volume
- 1 (1913-1914)
- Issue
- Heft 9 (8.12.1913)
- Article
- Der pinke͏̈s [Rezension]
- Date
- 1913-12-08
- Page
- Seite 541 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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540 Bücherbesprechungen. Bücherbesprechungen Der pinkes. Wir bringen hier die Inhaltsgabe des vorstehend angezeigten, in der nächsten Nummer zu besprechenden Jahrbuches „Der pinkes" („Die Chronik-): Fyn der r£dakcje. — Algemejne artiklen: — B. Borochow. Di yfgabn fyn der jidesher filologje. — Wegn der ortografje fyn forikn arttkU — B. Rubshtejn. Di amülike shprach fyn Jidn in di ryseshe gegndn. — Sh. Dubnow. Etleche werter cym forikn artikh — Dr. A. KapL Dr. Shlojme Etinger. (Zän lehn yn zän literaresh tetikkejt) — Ch. Tshermerinski. Di jideshe fonetik. — B. Borochow. Unmerkyngen cym forikn artikh — M. Wejnger. Hebr£eshe klangen in der jidesher shprach. — Sh. Niger. Shtudjes cy der geshichte fyn der jidesher literatur. I. Di jideshe Hteratur yn di l^zer'n. — Mernüar'n: JankSw Dinezon. Erineryngen, — Ben Ami, Reb Mendale shebal pe, — Awrüm Jänkew Paperus. Di ershte jideshe dramfe* yn der ershter jidesher spektakL — Dus jür 672: — Sure Rejzn. Awrüm Rejzn (Cym 20-jerikn jubilej). — Jänkew MUech. Cym 20-jerikn jubilej fyn der „Cukunft*. — B. Gorin. Der repertüar fynem jideshn teater in Amerike far'n sezon 672 — Dr. Chajem Dow Horwic: Ynzer ershte tegleche cätyng. — Dr. A. Mokdojni. Der repertüar fynem jideshn teater in Rysland far dem jür 672. — Z, Rejzn: Di jideshe prese. — Mojshe Shalit: A reshime fyn ale jideshe werk, wüs zenen gewen dedrykt in Rysland in jür 1912. — Mojshe Shalit: Statistik fyn jideshn bichermark in jür 1912. — Kritik yn bibliografje: — Bal-dimjen. Dr. M. Pines, „Di geshichte fyn der jidesher literatur." — B. B.: Nojech Priluckis zamlbicher far jideshn folklor, filologje yn kulturgeshichtg. — B, B : A gerys fyn far drähyndert jur («Jüdische Privatbriefe aus dem Jahre 1619, «tc/). — L. Wilenski: Jideshe folkslider — A, Jarchi: A jubileumausgabe. — Materjaln cym jideshn folklor yn notien: — U Folkslider (farshribn fyn L. B.). — 2. Folkslider (gez. fyn chaje Fän). — Notien. — Ber Borochow: Di bibliotek fyn jideshn füolog (Firhyndert jür jidesh shrachforshyng), Ershter tejl (500 nymer'n). Literaturgeschichte u. And, Der „Ojcar Jisrüejl" („Osar Israel", New-York 1907—1913, Herausgeber Eisenstein) ist eine hebräische Enzyklopädie, vom Geiste des ,Maskilismus* stark durchsetzt. Seine deutlichste Ausprägung findet er im Verhältnis zum Jiddischen, Davon soll hier zum Beweise obiger Behauptung kurz die Rede sein, während sich der sonstige wissenschaftliche Inhalt des Werkes natürlich außerhalb des Bereiches dieser Glosse befindet. In dem vom Herausgeber verfaßten Artikel „Jüdische Sprache" wird zunächst in aller Ruhe Jüdisch-Griechisch, Jüdisch-Arabisch Jüdisch-Italienisch, Jüdisch - Persisch, Jüdisch - Spanisch, Jüdisch-Deutsch fast auf gleiche Stufe gestellt, nur daß ,Ladino und Jüdisch am meisten zu verdorbenen Sprachen umgewandelt wurden'. Nachdem noch geschwind die kindische quantitative Verkleinerung des Jiddischen stattfindet, hier gleich um mehr als die Häfte, von 9V* Mill in Wirklichkeit zu 4 MilL auf dem Papier, kommen die angejahrten und auch schon verjährten Maskilimphrasen: Die jiddische Literatur sei nur deshalb nützlich, weil sie zu den fremden überführe, Jiddisch werde in ein oder zwei Generationen verschwinden usw. usw, ,Es ist sehr zweifelhaft, ob in der Jargonliteratur irgend etwas die für die kommenden Geschlechter aufbewahrende Übersetzung (erg. ins Hebräische) verdient* wobei sich diese Stellung gegenüber Hebräisch nicht mehr mit einer vorher in Bezug auf Jiddisch ausgesprochenen Behauptung: „Eine Sprache ist schließlich nur Mittel und