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Die Freistatt · 1913-12-08 · Heft 9 (8.12.1913) · p. Seite 536

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Journal
Die Freistatt
Volume
1 (1913-1914)
Issue
Heft 9 (8.12.1913)
Article
*** / Lewi, J. H.
Date
1913-12-08
Page
Seite 536 (sequence 1)
Language
German
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Jiddische Dichtung VIII 535 mm^^mim^^^^mmmmm^^^Ha^^m^^^mr^^^mmmam^mmi^mmmm^^^^m^^mmtm^mmmmmaaa^^^ami^m^mmmßmm^m^l^^^^im Jiddische Dichtung VIII (Siehe Aussprachebezeichnung auf Seite 534). J. H. Uwi. V Shter'n shikn zilberblikn Fyn der tifer hejch — Wi d*n pflnfim di ISwüne Jz farchülemt blejch. Däne harcikblfle ojgn Shlisn zech bachejnt, Yn es faln zilbertr&'n — Di lewüne wejnt. [J. H* Lewi, — Sterne senden Silberblicke aus der tiefen Höh — und der Mond gleicht deinem Antlitz, träumerisch und blaß, — Deine blauen Augen Schließen sich in süßer Pracht, und es fallen Silbertränen und es weint der Mond ] MgftachSm. — Fyn bych „Shwarcg rojzn." Bist a derchzichtik-wäsg macejwe, Mit a kranc shwarcg rojzn bakrejnt, Ch bin a tynkl'er chfilem fyn shtarbn, Ch wügl ym aryra dir wi a wolkn, A farlibter in shnej fyn shpic-barg, Yn mir zenSn di ejncike, ejnzame. Ken ech den däne rojzn dir brengen? Ken ech den ddne rojzn dir brengen? Blymen waksn, fyn harc ousgebejnkte Yn di hercer bager'n nüch liljen, Wäse liljen yn flamike rojzn, Yn di rojzn-zej benkn nüch shtralnduft, Yn nüch shtralnduft benkn di hercer. Rojzn kalt-shwarce waksn in finster — Yn in finster farshlisn zech hercer, J£de harc of a shlos, of a shlos» Yn äntyljendik zech in zechrojnes Fyn fargangenem blejch-blüen tüg, Wert es langzam antshlfifn in shrek. Blymen waksn, fyn harc üusgebenkte, Shwarce rojzn — in nacht ousggtroumte, Wer wet gejn zej fyn finster arousryfn? Ojgn zychn fartüg di yfgejndike zyn» Yn farnacht — die yfgejndike shter'n, Yn in finster, wüs cwishn di shter'n In der ejbik-ymendlecher nacht Hot kejn ojg noch a blik nisht geworfn. Blikn shpinen di hofn'yng inhelblüfcn himl, Tfilgs wüglen yn zychn a lechtikn got — Yn cy dem finster-farfrojrgngm ejbikkejt, Cy der frostikfarshtejnerter nacht Hot noch kejner kejn tfiie geshikt. Rojzn tojt-shwarce waksn in finster, In dem tifkejt fyn nacht ousgetroumte — Wet zej w£r fyn der finster arousryfn? Yn ech bin d£nS rojzn nisht zychn gegangen Cwishn blymen in shtüteshe gdrtner, Cwishn zangen of goldene felder, Cwishn grezlech in roushnde weider, In di shtromen fyn helblüen tüg — Ch bin awek in der nacht, in der nacftt, Of di kwürem fyn tebns-chalojmes, Of di kwürem fyn ütgms farshtikte, Of di kwürgm fyn mejsem alejn — Ober zest doch — der tojt iz noch lebedik Yn düs shtarbn iz cigndtk-rojt. . . , Noch nisht hänt iz der friling fyn tojtshwarce rojzn. . . [Menachem. — Aus dem Buche „Schwarze Rosen,*4 — Du bist ein durchsichtig-weißes Grabmal, mit einem Kranz schwarzer Rosen bekrönt, ich bin ein dunkler Traum vom Sterben, ich irr um dich wie eine Wolke, die in des Gipfels Schnee verliebt ist, und wir sind die Einzigen, Einsamen.

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