Die Freistatt
- Journal
- Die Freistatt
- Volume
- 1 (1913-1914)
- Issue
- Heft 8 (15.11.1913)
- Article
- Ich wusste nicht Seele...
- Date
- 1913-11-15
- Page
- Seite 464 (sequence 2)
- Language
- German
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Verse 403 Da glühen am Tische die Aepfel still auf, Die Fülle der goldgelben Reben steigt aus dem Korbe, Und satter Segen duftet hervor. Es saust und stürmt der Wald, Doch süß ist sein Lied Aus einsamer Stille Waldtiefen Geheges. Ich und Du. — Und über uns Ein tönendes Meer. Wir sind geborgen, Wie zweier Perlen Seidenes Weben Im Meeresgrund. Ich wußte nicht, Seele-- Mein Herz ward so reich in der Stelle. Sieh: es flattert empor . . . Es stürmt und saust der Wald, Und der Wind peitscht die Flut, Doch wie sanft Dein zitternder Blick in dem meinen ruht Du bist der Segen, Du bist die Ruhe, Und meiner Seele bebt Sturm entgegen . . . Hör', wie die Flut aus der Waldung tönt, Und die Erde schwingt mit. Die Welt haucht Gott als Angebind Ihre Seele aus in Sturm und Wind . . . Nachdichtung aus dem Hebräischen. Druckfehlerberichtigung In dem in der vorigen Nummer veröffentlichten Teile des Artikels „Ost- und Westjudentum,, von M. Acher bitten wir auf Seite 373, Zeile 7 von oben, „er leicht er t" statt „ermöglicht" und auf Seite 375, Zeile 7 von oben, „Gelände" statt „Gebäude" zu lesen.