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Die Freistatt · 1913-08-22 · Heft 5 (22.8.1913) · p. Seite 328

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Freistatt
Volume
1 (1913-1914)
Issue
Heft 5 (22.8.1913)
Article
Jide͏̈she͏̈ elegje͏̈s.
Date
1913-08-22
Page
Seite 328 (sequence 1)
Language
German
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Jiddische Dichtung V, Düwed Ejnhor'n. 327 ^MBMn^^WManaww^Bria^H«iM»HB^aHBii^HB^H«a^M«^MV^^HHHaH«^^^MH^^^^M^M Jiddische Dichtung V. Düwed Ejnhor'n (David Einhorn)* (Siehe Aussprachebezeichnung auf Seite 326). 1. Jidßshe elegjSs* A car fyn touznt dojres ligt of mir; Di grojsg pän geshtemplt hot män shter'n. Man täere, wör wejst, ci ech wel wen Döm shojfer fyn man ouslejzyng derhSr'n? Män täere, ech wejs nit, wüs iz shw£r, Ci H£wls tojt, ci Kajens langer I£bn, — Nor mech bashtrüft in cwejen hot män Got; Er hot dem car fyn bejde mir gegebn. Alejn bin ech fyn alemen farsh&nt Yn trüg of zech di zind fyn alö mentshn, Wy nemt men, zflg, di kojchSs fyn amfll: In fäer gejn — yn Got fyn dortn bentshn? [Jüdische Elegien* — Ein Leid von tausenden Geschlechtern Hegt auf mir; es hat die große Pein die Stirne mir gesiegelt, Geliebte, ob ich je meiner Erlösung Posaunenklang vernehmen werde? — Geliebte, ich weiß nicht, was schwerer ist: Ob Abels Tod, ob Kains langes Leben, — es strafte doppelt mich mein Gott: Er hat mir beider Qual gegeben. — Verlassen bin ich ja von allen und trag' auf mir die Sünde aller Menschen — o, hätte ich der Vorzeit Kräfte doch: Ins Feuer gehn — und Gott zu preisen ] 2, Cwishn di zangSn. Cwishn di zangen Fyn trouer gefangen Zych ech a shtegl, wüs firt cyn a hejm, Di zyti iz fargangen Es trügn zech klangen Fyn kiojster cy mir Yn zugn: ,Ba ynz iz a hejm far dir Es shtejt ynzer torem, Bashict fyn a shtorem, Mit dembgs uralte, wüs hytn zän ry. Mir wein dech wign, Of grüz westy lign, Es wet ynzer nign Dir webn dem chüiem Fyn ejbiker ry." Di klangen, zej zenen gewor'n antshwign; Ech ze nor dem goldenem cejlem fyn tÜL Er finkelt in perper Yn brent wi a fiaker Yn shprict of di bejmer mit blyt yn mit shtüi. Ot, ducht mir, in shfitns, c'wishn di shtamen Shtejt yf mitn finklendn n6pl cyzamen A gräzgrüer man mit a shtekn in hant. Di ojgn fyl trtr'n, mit blyt ofn sht&'n, Ejn hant in der lyftn, wi zi wolt zech wer'n AntkSgn der wäser, der klojstresher want. Ot efnt zech, ducht mir, der tojer fyn kiojster, Fyn wätn bawäzn zech räter of ferd, Afrijer rät ejner, farwiklt in shwarcn, Es flamt wi a fakl zän shtülene shw6rd. Es trügn zech tener fyn orgL Der räter Dement zech cym altn, wüs eitert far shrek. Es warft di lewüne ir zilbernSm üpglanc Yn wäzt em c'wishn di shtamen dem weg. Es trügn zech t&ier, es cindn zech lechter, Es flamen di fenster fyn kiojster arym Ot hejbt er, der shwarcer, zän shwörd ofn altn,

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