Die Freistatt
- Journal
- Die Freistatt
- Volume
- 1 (1913-1914)
- Issue
- Heft 1 (April 1913)
- Article
- *** / Bialik, Hayyim Nahman
- Date
- 1913-04-01
- Page
- Seite 60 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- chapter
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60 [C h a i m Nachman ß 1 a 11 k Unter den grünen Bäumlein spielen Mojshalech, Schlojmalech. Schaufäden, Röcklein und Locken — Juden frisch aus den Eiern heraus; Körperchen — wie Stroh, wie Rauch, wie Federchen — Greif sie, blas auseinander ihre Gliederchen — leichte Winde nehmen sie auf und Vöglein tragen sie davon .....— Doch eins, das haben sie — Aeugelein, und die haben zwei Pünktelein. Die glühen und funkeln und blitzen auf, und versinken, wie prophetisch, gar wundersam, in tiefe Gedanken, und blicken dann ins Zauberland und auf Vögelein ..... Mein Leben, jüdische Kinder, für eure reinen Aeugelein Shimen-Shmyel Frug. Simches-tojre. Frejlech yn frish Zect zech cym tish, Macht sydes-mejlech, Kwikt zech yn trinkt, Jidalech, zingt, Lebedig, frejlech! Un wug yn un mus A kos nüch a kos, Hot n(t kejn mojre Kwikt zech yn trinkt, Jidalech, zingt, Lekuwed hatojre! . . . . [Simon Samuel Frug* — Simchas-thora. — Fröhlich und frisch, setzt euch zum Tisch, schmauset erquicket euch, trinkt, Leutchen, und singt, munter und fröhlich! Ohne Ziel, ohne Maß, Glas nach Glas, sorget nicht, erquicket euch, trinkt, Leutchen, und singt zu Ehren der Thora I . , ] Shmyel Jankew Jmber. Fyn „Esterke". Oi, tochterel, tochter dy man, Ech kyk in dem gurtn aran. Wi dä rojzn fyl chejn, wi di Üljen rejn, Azoj zol man techterel zän Oi, tochterel, tochter dy man, Ech kyk in dem himi aran Wi di zyn azoj shejn, wi dus himlfeld rejn Azoj zol man techterel zän. Oi, tochterel, tochter dy man, Ech kyk in man harcn aran, Wi man harcns gewejn, azoj gyt, azoj rejn Zol man techterels hercale zän. [Samuel Jakob Jmber. Aus „ E s t e r ke u. — O Töchterlein, Töchterlein mein, in den Garten blick ich hinein: Lieblich wie die Rosen, wie die Lilien rein, soll mein Töchterlein sein. — O Töchterlein, Töchterlein mein, zum Himmel blick ich empor: Wie die Sonne schön, wie der Himmel rein, soll mein Töchterlein sein. O Töchterlein, Töchterlein mein, ich blick in mein Herz hinein: Wie sein Weinen, so gut und so rein, soll das Herzchen meines Töchterleins sein.] Jehojesh. — Zynyntergang. Es falt arynter of der erd A shtilkejt wi fyn shrek, Di runde fäjerdike zyn Shtarbt bislechwäz awek . . . . Der himl hot ir tojtnbet Mit lecht arymgeshtelt, Yn s hot mit flamen zech cybrent Dus gance märewfeld .... Es sheptshet in dem hojchn gruz Der wint baklemt yn shwach, Zögt Kadesh nuch der grojser zyn Of üwntwintn - shprach..... [Jehojesch. — Sonnenuntergang* — Eine Stille, wie aus Schreck geboren, befällt die