Die Freistatt
- Journal
- Die Freistatt
- Volume
- 2 (1914)
- Issue
- Heft 4 (Juli 1914)
- Article
- Freie Tribüne für zionistische Fragen
- Date
- 1914-07-01
- Page
- 245 (sequence 2)
- Language
- German
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Frei« Trikiin* ftr siontirtijfeke Frag«» §4-1 MMHimmilMHIUiniHHIIMIIiniHIIMM Agitation und bürokratischer Arbeit berufene Minderheit einen unheilvollen Einflui? gewonnen. Dem Geistigen abhold, zum minderten aber den Problemen nur so lange Interesse abgewinnend, ab diese sich für die groben Zwecke der Propaganda und den ijemeinen Verstand nicht beunruhigend benutzen ließen, haben sie den Zionisten eines absoluten, weniger zweckdienerischen Ethos und des wertvolleren Intellekts beinahe alle Möglichkeit der xensurfreien Aeußerung genommen und die Behandlung der großen gesaifttnationalen Probleme und auch der innerzioniatischen Angelegenheiten auf die Niederung flacher, kleinbürgerlicher Gesinnungsbravheit herabgedrückt, die — ein schlimmes Geschenk einer kleinen Umwelt £n den Juden dieser Zeit — unserer geistigen Art drohend, ein Todfeind, entgegensteht, und gegen die der Kampf weit hinauf greifend über den Rahmen der einzelnen Partei unerbittlich tu Jühren ist, umfassend die ganze Breite der nationaler* Bewegung und immer gerichtet auf die große nationale Idee, die dtemt Makel nicht weiter entstellen darf. — Wenig wäre, wenn nur wir die Dinge so bewerteten. Da hat sich aber, auch dien i m m e r h u1 b der zionistischen Bewegung, etwas weit Erfreulicheren dc?-tiitftr Ii* wächst hier ein junges Geschlecht auf, das furchtk«« und oh»* krämerisches Berechnen möglicher Konsequenzen Nein m0. zu dem bisher geübten Vergröbern der nationalen Angelegenheiten in Parteidinge; auch nicht mehr danach fragt oder sein Fr«|**!t* *psiiint> was dabei für die Partei herauskomme* Sondern, mt%Amah dtitlek*- tische Agitatoren will es sich mit einem hoch über dm CJegcnwärtige zielenden ^Vollen dem jüdischen Problem nähei'Ui ihm neue Erkenntnisse abzwingen und, durch $m bereichert t an die Weiterbildung der eigenen zionistischen Ideologie herantreten* Dan wieder stark im Jüdischen wurzelnde Etho« die**«-* i$?w%$I noch Wenigen läßt heute bereits die Gewaltherrschaft de* Worte» von der Parteidisziplin nicht mehr zu; denn viel zu deutlich nimmt' c$ die geistige Unzulänglichkeit und das Paeudo-Ethü* mederer Zivcek~ mäßigkeiten wahr, die sich furchtsam und MBitieWr dahinter hm$e Jahre bargen. Wenn sich die Sehriftleitung der »Freietatt* wegen ihrer bisherigen Tätigkeit etwas ernstlich vorzuwerfen hat« dann hi e« die«. Originals by courtesy of Dr. Anatol Schenker