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Die Freistatt · 1914-07-01 · Heft 4 (Juli 1914) · p. 214

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Journal
Die Freistatt
Volume
2 (1914)
Issue
Heft 4 (Juli 1914)
Article
Die ostjüdische Studentenschaft in Westeuropa
Date
1914-07-01
Page
214 (sequence 7)
Language
German
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214 Mosai Rosen bl um. Die otttjüdirtche St u deutende halt tri Westeuropa fitiiiimiiimmimimimimnmiiifmnm Die Konferenz dauerte bis zum 13. März und das Resultat ihrer Arbeit war die Gründung eines Verbandes der ostjüdischen Studentenvereine in Westeuropa (»Züricher« Verband). Der Ver* band ist unparteiisch, Sein Ziel wird in seinen Statuten folgender* maßen formuliert: der Verband vereinigt die ostjüdischen Studenten* vereine in ^Vesteuropa auf Grund ihrer gemeinsamen Interessen»; Wer Ausführlicheres über den Gang der Konferenz erfahren will, mag sich an die Berichte halten, die seiner Zeit in der jüdischen und der studentisch - jüdischen Presse erschienen sind* Ich muß aber noch einige Worte über eine zweite jüdische Kon* ferenz und eine zweite jüdische Organisation sagen. Trotzdem sie nur als russische gelten will, sage ich »jüdische Konferenz«* weil, abgesehen von der »allrussländischen * Garantiemarke, diese Konferenz doch nur das Surrogat einer allgemeinrussischen Tagung war, und die von ihr geschaffene Organisation unter falscher Flagge segelt. Kurze Zeit vor der Züricher Konferenz fand in Karlsruhe eine »Konferenz Studierender aus Rußland an deutschen Hochschulen«; statt. Das Resultat dieser Konferenz war die Gründung einer »allgemeinen deutschen Organisation von Studenten aus Rußland«, die unter dem Namen »Karlsruher Organisation* bekannt ist und die sich laut ihrer Statuten rein professionelle Ziele stellt, während sie sich auf kulturellem Gebiet ausschließlich auf Infor*- mationen beschränkt. Das Organ dieser Organisation ist russisch und heißt »Studentscheski Listok* (Studentenzeitschrift). Außer in diesem Blättchen hat sich die Tätigkeit der »Karlsruher Organisation« in nichts ausgedrückt. In Nr. 91 von »Dus lehn« schreibt Singalowsky über die Ziele des Karlsruher Verbandes: »In Wirklichkeit hatte die Mehrheit der Karlsruher Konferenz eine ganz andere Absicht. Sie haben lang und breit nicht so sehr über die alltäglichen professionellen Interessen verhandelt als über eine hohe Idee: man hat die Neutralität sogleich nach der bekannten Formel ausgedeutet: »Einigkeit zwischen Juden und Russen« und deshalb: *wir alle sind Russen*. »Das war ein Weg, um die verwaisten * russischen* Tschitalkes gegen die nationale Gefahr zu vereinigen*. Originals by courtesy of Dr. Anatol Schenker

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