Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 31 (1938)
- Article
- Aus der Frühzeit Robert Remaks
- Date
- 1938-01-01
- Page
- Seite 287 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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jahre und die darauffolgende Zeit bis zu seinem Tode, über seine Forschungen und deren Ergebnisse, seine Werke und dergl. mehr. Und im Brockhaus und Meyer finden wir nur die Angaben, daß er am 26. Juni 1815 in Posen geboren und am 29. August 1865 in Kissingen gestorben ist, daß an der berliner Universität Johannes Müller und Schönlein seine mikroskopischen, pathologischen und entwicklungsgeschichtlichen Studien geleitet haben, und er von 1843 bis 1847 Assistent von Schönlein war. — Ferner, daß er sich in der praktischen Medizin dadurch verdient gemacht hat, daß er in die Behandlung der Nervenkrankheiten den konstanten elektrischen Strom und dessen zentrale Anwendung auf erkrankte Organe (Gehirn und Rückenmark) einführte, sowie daß ihm die hochbedeutsamen Entdeckungen über den feineren Bau der Nerven und Feststellungen in der Entwicklungsgeschichte der Wirbeltiere zu verdanken sind. Allenfalls erfahren wir noch, daß Alexander v. Humboldt es in rastlosen Bemühungen durchzusetzen vermochte, daß Remak sich 1847 als erster jüdischer Privatdozent an der berliner Universität habilitieren durfte1) und ebenda 1859 außerordentlicher Professor wurde. — Diese kurzen biographischen Notizen schließen dann, wie üblich, mit 3) Ludwig Geiger: „Briefe A. v. H. an Dr. Rob. Remak 1839/55“. Berlin. 46 004 (29 423). Allerdings war bei der Gründling der Universität i. J. 1810 schon einmal ein Jude, Dr. med. Nathan G. Friedländer, zur Habilitation zugelassen gewesen. (Max Lenz, Gesch. d. Univers. Berlin. 1910. I. 238. u. II. 371.) 287