Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 30 (1937)
- Article
- Ha-Matmid
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 279 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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Zertrittst fort und fort all* das Ziel ihres Wollens, Erwürgest im Dunkel den Keim ihres Sehnens, Vertilgst und zerschmetterst ihr letztes Erblühen, — 85. Bis matt deine Seele vom Schreien, so matt ist, Und einschläft für immer, vertrocknet und hungernd, Im Durst ungelöscht, im Sehnen unstillbar, Ohn’ Liebe zu finden, ohn’ Liebe zu geben. 86. Die Augen, die beiden, zum Schauen geschaffen, Befähigt zu fassen die Fülle der Erde, Verkümmern, erblinden und seh’n nicht das Kleinste, Vergeh’n ohne Wunsch nach dem Kleinsten im Sturmwind; 87. Ein Schemen durchschwankst du ein Sein, das dahin schon, Und tappst wie ein Kriechtier auf Pfaden, die öd’ sind. — Wofür denn nur sind so vergeblich geschaffen, Geh’n unnütz zugrund’ diese Seelen — warum? XV. 88. Doch manchmal erschauert der Geist auch des Knaben