Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 30 (1937)
- Article
- Ha-Matmid
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 277 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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Der tropft von den Falten verdunkelter Stirnen. 76, Im Lehrhaus herrscht Stille. Die Wände, die viere, Steh’n da wie versunken in düsteres Schweigen. Von all’ seinen Schülern zwei alte Peruschim Noch übrig, die halten ein müßiges Schwätzchen. —- 77, Da, Stimme des einsamen Knaben bricht aufwärts, Wie Girren der Taube, vom Eck der Jeschiwah. Was wogt und was windet sein Herz sich, das kranke? Was stöhnt und was weint sein erregender Singsang? 78, Denkt jetzt er der Mutter, der guten, geliebten, Des arm-alten Vaters — und sehnt sich nach ihnen Sein Herz, wie ein Vögelein, flatternd im Schlage, — Es bangt, es verlangt, ihres Blicks satt zu werden. — 79, Wie fernher sie selbst auch gedenken tagtäglich Des Namens des Kindes im reinen Gebete, Wie harrend Moschiachs, so sitzen und harr’n sie, Er kehre zu ihnen im Kranze der Thora? — m