Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 29 (1931)
- Article
- Lassalle, Arnold Mendelssohn und Joseph Mendelssohn
- Date
- 1931-01-01
- Page
- Seite 77 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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von dem „Rat ohne Tat“ anwenden, aber wahrhaftig diesen Rat hätte ich von Dir zuletzt erwartet. Er mag sehr billig und weltklug sein dieser Rat, bei einem Esel11), den man hinterher „auslacht“, den Schmarotzer zu spielen, aber Gebrauch machen von ihm werde ich netto nur in dem Falle, wenn mir die Alternative12) 4. Joseph Mendelssohn an Arnold Mendelssohn. Eigenh. Ausfertigung Joseph Mendelssohns. Berlin 16 Ianuary 1845. — ich konnte mir es wohl denken daß mein Brief Dich unangenehm berühren würde u. ich fürchte mein heutiger Brief wird es nicht besser machen. Du hattest eigentlich Recht mir zu sagen: „ich habe Geld von Dir verlangt aber keinen Rat und keine Lehre, damit bin ich versehen“ — allein auf diese Gefahr hin schreibe ich Dir doch, denn Du bist mein Neffe und wenn wir uns lange genug gezankt haben, werden wir uns doch wohl vertragen. Salomon Heines Dictum welches sein Neffe verewigt hat, hatte ich damals als es ausgesprochen worden vollkommen gutgeheißen und angemessen gefunden, was der Neffe Heine damals schrieb war würklich von der Art daß er **) Das Wort ist wegen zahlreicher Korrekturen nicht mit Sicherheit zu entziffern. 12) Hier bricht der Entwurf ab. 77