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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1927-01-01 · 28 (1927) · p. 184

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
28 (1927)
Article
Der Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Berlin
Date
1927-01-01
Page
184 (sequence 19)
Language
German
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- 184 — n. I. feiert die preußische Judenheit die lOOste Wiederkehr des Tages an dem König Friedrich Wilhelm III. durch seinen EmanzipaLionserlaß die preußischen Juden zu Bürgern seines Staates erklärte." , - 5) Es bedarf vielleicht keiner besonderen Erwähnung, daß die hier gebotene Auswahl von Vorträgen keinerlei Bewertung in sich schließt, sondern allein unter dem Gesichtspunkt erfolgte, die Vielgestaltigkeit der behandelten Themen deutlich zu machen. b) Einen interessanten Einblick gewährt hierin die „Sammlung Neumann" (Nr. 3, 4 und 5). Wir erfahren dort von einem Briefwechsel zwischen Oberlehrer Schaefer und Sanitätsrat Dr. S. Neumann bezüglich der Erwerbung der Zunz - Bibliothek^ N. hatte als Vorsitzender der Zunz-SLiftung auch das Verfügungsrecht über die umfangreiche Zunz-Bibliothek, und Sch. fragt an, ob es möglich wäre, die Bibliothek für den Verein zu kaufen und unter welchen Bedingungen oder durch Schenkung zu erhalten. Es bestände im neugegründeten Verein die Absicht, eine Vereinsbibliothek einzurichten; die Räume habe Kommerzienrat Julius Jsaac in seinem Hause, Chausseestr. 114, zur Verfügung gestellt. N. ist gern einverstanden, will die Bibliothek geschenkweise übergeben und bietet außerdem noch eine Reihe seltener Bücher aus seiner Privatsammlung an. Durchgeführt wurden beide Schenkungen nicht. Tatsächlich erfahren wir in der Folge von einem Lesezimmer und einer Bibliothek in der Ehausseestraße, von einer Aufforderung an die Mitglieder, Bücher aus Privatbesitz zu spenden, und von einem Verzeichnis der im Lesezimmer ausliegenden Zeitungen und Zeitschriften. Es lagen aus (Juli 1892) 16 in Deutschland erscheinende, 2 in Oesterr.-llngarn, 3 in Frankreich, 6 in England und Amerika, 4 in Rußland erscheinende jüdische Zeitungen und Zeitschriften, ferner 6 deutsche liberale Zeitungen,, das Magazin für Literatur, Daily Graphic u. dergl. 7) „Die Freude an der Thora", Z. d. I. Nr. 39/1893. *9 Ein origineller Verein ist in Wien entstanden. Vor einigen Wochen trat daselbst eine Reihe von Mädchen zu einem Verein zusammen, welcher Pflege der jüdischen Geschichte und Literatur, sowie Pflege der Geselligkeit zur Tendenz hat und den Namen führt: Literarischer Geselligkeitsverein jüdischer Mädchen „Moria". Z. d. I. Jahrg. 56, Nr. 9/1892. <0 Die Gründung von Vereinen im Reiche war nicht leicht. Es galt oft Schwierigkeiten zu überwinden, die heute sonderbar anmuten. Scheinhaus, Memel, gibt eine treffliche Schilderung von der Neuerung, die der Literaturverein für Stadt und Gemeinde bedeutete: „ .... etwa einen speziell jüdischen Vortrags öffentlich abzuhallen, war undenkbar. Erst dem neuentstandenen

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