Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 28 (1927)
- Article
- Der Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Berlin
- Date
- 1927-01-01
- Page
- 181 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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- 181 — Berliner Vereins herausgegeben werden. Das Jahrbuchs ähnlich gedacht wie die f. Z. vom Institut zur Förderung israelitischer Literatur von Ludwig Philippson herausgegebenen Jahrbücher, will, heißt es in der Ankündigung (1898), alle Gebiete der Geschichte und Literatur des Judentums „gleichmäßig und in objektiver Weise" erörtern, ohne irgendeine religiöse Richtung zu verletzen. Es enthält neben einem Jahresüberblick, einer literarischen Jahresrevue, wissenschaftliche Abhandlungen von dauerndem Wert, Erzählungen und Novellen nach jüdischen Motiven und zum Schluß Mitteilungen aus den Verbands-Vereinen über Vorträge, Zahl der Mitglieder und Bibliothekswesen"). Um dauernd miteinander und der Leitung in Fühlung zu bleiben, fanden von Zeit zu Zeit Verbandssitzungen statt. Die letzte und gleichzeitig die erste seit Kriegsbeginn war am 21. November 1926. Der Verband, der 1914 mehr als 220 Vereine zählte, war durch den Krieg und die Nachkriegszeit so geschädigt worden, daß eine Auflösung des Verbandes drohte. Nun ist es in letzter Zeit dank der rührigen Tätigkeit des Berliner Vereins und dank dem unverwüstlichen Lebenswillen, der noch in den Gemeinden herrscht, gelungen, das Wiederaufleben des Verbandes zu bewirken. Das Protokoll vom November 1926 gibt von der unter Leitung des dermaligen Berliner Vorsitzenden Prof. Elbogen und in Anwesenheit von Delegierten aus dem Reiche stattgehabten Sitzung Kunde, in der die Neukonstituierung des Verbandes stattfand. Der Vorstand setzt sich zusammen aus den Herren Prof. Elbogen (1. Vors.), Rabb. Dr. Rosenthal, Köln (2. Vors.), Venas Levy (Schatzmeister) und R.-A. Dr. Th. Treitel (Schriftführer). Ein Ausschuß ist vorgesehen, der aus mindestens 20 Mitgliedern bestehen soll und dem Herren und Damen aller Bezirke angehören. Als Erstes wurde beschlossen, wie in den Jahren vor dem Kriege nun auch wieder eine Rednerliste herauszugeben; die erste Liste erschien im November 1926.