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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1927-01-01 · 28 (1927) · p. 13

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
28 (1927)
Article
Rückblick auf das Jahr 5687
Date
1927-01-01
Page
13 (sequence 13)
Language
German
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- IS erblickt die Ursachen des Rückgangs neben RegenMangÄ And Viehseuchen darin, daß die finanzielle Lage der Juden im Vergleich mit den beiden vorangegflngeneM Jahren wenig zufriedenstellend war und den Handel üNgünstig beeinflußt hat, Diese Not Machte sich Hauptsächlich in den Städten geltend, während die ländliche« Teile weniger davon betroffen waren. Der Orangen- und der Tabakbau hüben sich glänzend entwickelt, ihre Ausfuhr steht in der Handelsstatistik an vorderster Stelle und die Tabakabgabe bildet einen hervorragende« Posten im Budget. An der Einfuhr nach Palästina isß Deutschland mit 11,2 Prozent, beteiligt und steht hinter England mit 11,4 Prozent nur ganz wenig zurück. Auch in der Industrie war der Rückschlag nicht allzu schlimm;- es sind verhältnismäßig wenig Fabriken geschlossen worden, ein Teil von ihnen hat die Arbeit wieder aufgenommen, einige neue sind sogar hinzugetreten. Hingegen machte sich die Krise in den Städten in voller Schwere fühlbar, namentlich in den neuen rasch entwickelten, wie Tel Awiw, Haifa, Afuleh. Die fieberhafte Bautätigkeit stockte, die Beschäftigung hörte mit einem Mal aus, die Gesellschaft Solel Voneh geriet in harte finanzielle Bedrängnis. Trotz der Krise verzeichnet der Haushalt der Regierung einen lleberschuß von etwa 700 000 PfUnd. Auch im ersten Halbjahr 1927 ist noch ein beträchtlicher, wenn auch naturgemäß geringerer Üeberschuß vorhanden. Der amtliche Bericht führt diese günstige Staats- Wirtschaft auf den Zufluß des jüdischen Kapitals zurück, den er freilich als einen schwankenden Faktor bezeichnet. Von jüdischer Seite wird über den offenbar sehr harten Steuerdruck viel geklagt, umsomehr, als die Beiträge der Regierung für jüdische Zwecke niedrig gehalten werden; wenn auch der Zuschuß für jüdische Schule« erhöht worden ist, bleibt er doch sehr beträchtlich hinter den Ausgaben für das arabische Schulwesen zurück. Solange die Lage der jüdischen Bewohner des Landes einträglich war, durfte die Regierung damit rechnen, dast diese bei ihrem BildungsdraNg, selbst auf Kosten eigener

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