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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1921-01-01 · 24 (1921-1922) · p. Seite 31

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Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
24 (1921-1922)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1921-01-01
Page
Seite 31 (sequence 15)
Language
German
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31 Volkes im Zeitalter der Bibel wird hier nach den Quellen darzustellen versucht. Mögen manche Einzelheiten vor der Kritik nicht standhalten, so ist doch das Ganze überaus anregend und durch die Zusammenstellung der benutzten Literatur informierend. Die Forschung ist objektiv gehalten. Von dem Werk „Sozial- und Wirtschaftgeschichte der Juden im Mittelalter und in der Neuzeit" von G. Caro ist aus dem literarischen Nachlaß des Verfassers der 2. Band erschienen (Schriften der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums; Leipzig, G. Fock, M. 30,60, geb. M. 39,00). Die Arbeit, die unvollendet geblieben ist, befaßt sich mit dem sozialen und wirtschaftlichen Leben der Juden in England, Frankreich, Deutschland und der Pyrenäenhalbinsel im späteren Mittelalter. Die interessant gehaltene und in der Darstellung gelungene ethnographische Schilderung: „Die Juden als Rasse und Kulturvolk" von F. Kahn (Berlin, Welt-Berlag. M. 15,00, geb. M. 19,00) gehört Zu den besten Schriften auf diesem Gebiet und verdient volle Beachtung. Ferner ist noch zu erwähnen: „Beiträge zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Berliner Juden vor der Emanzipation" von L. Davidsohn (Berlin. L. Lamm, M. 8,00). Die Schrift enthält wichtige Bausteine zu einer Wirtschaftsgeschichte der Juden, wie fie bereits vielfach unternommen wurde. Da sie mit der Zeit vor dem Großen Kurfürsten abschließt, so ist zu wünschen, daß die Publikation zu Ende geführt werde. * * Auch die Literaturgeschichte hat durch eine Reihe von Forschungen und Monographien eine Bereicherung erfahren. Eine umfassende Geschichte der jüdischen Literatur seit der ältesten Zeit bis zum Zeitalter Mendelssohns erscheint unter dem Titel „Die jüdische Literatur" von Simon Bernfeld. Es liegt Teil I vor: Bibel, Apokryphen und jüdisch-hellenistisches Schrifttum (Berlin, Jüdischer Verlag, M. 13,00, geb. M. 17,00). Obwohl der Stoff streng wissenschaftlich behandelt ist, ist die Darstellung populär gehalten und für gebildete Laien verständlich.

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