Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 20 (1917)
- Article
- Briefe von, an und über Mendelssohn
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 96 (sequence 12)
- Language
- German
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— 96 — gar keine Controversien unserer mit der jüdischen Religion, sondern bloß diese gegen die, die Mosis- Gesetze tadeln und seine Gesetze verdächtig machen wollen, daß diese Gesetze den Umständen des Landes und Volks vollkommen angemessen, sie also folglich zwar nicht für alle Völker, aber doch für die Israeliten btebesten waren. Ich glaube daher, es werde nicht bloß. Euer Hochedlen dies Buch nicht mißfällig, sondern auch, andern von Ihrem Volk unanstößig sein. Mit beständiger Hochachtung, die noch neulich durch dero Schreiben an den allzu eiligen Herrn Lavater vergrößert wurde, verharre Euer Hochedlen ergebenster Diener ' ' Michaelis. Göttingen, den 27. .Januar 1770. 4. Buddenbrook. 16. März 1770. I H. W. I. von Buddenbrook, 1707—1771, preußischer Generalleutnant, Chef des Kadettenkorps^ Beziehungen zwischen ihm und Mendelssohn waren bisher nicht bekannt. In unserm Briefe handelt es sich, offenbar um die erste Korrespondenz mit Lavater. d. h. um die ersten Bekehrungsversuche, die Lavater gemacht hatte. Berlin, 16. März 1770. Dem Herren Moses Mendelssohn bin ich sehr verbunden vor die mir communicierten Briefe, welche hier mit ergebensten Dank remittire. Ich versichere zugleich mit Wahrheit, daß weder ich noch wenige gute Freunde, denen die Briefe lesen lassen, davon Copien genommen haben. Ich versichere Ihnen, werter Herr Moses, meine Hochachtung und Freundschaft, mit welcher beständig, sein werde Ihr wahrer Freund und Diener I. H. von Buddenbrook. '