Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 19 (1916)
- Article
- Briefe Alexander von Humboldts an Dr. Robert Remak 1839 bis 1855
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 133 (sequence 22)
- Language
- German
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133 Boden versagte. Wie wenig vermag diese Widmung den Dank auszudrücken, welcher bis an das Ende meiner Tage mich begleiten wird." Der letzte Brief ist chronologisch nicht ganz sicher zu bestimmen. Er müßte eigentlich dem Jahre 1857 angehören, da im Jahre 1858 der vierte Teil von Humboldts Kosmos erschien, von dem in unserem Briefe die Bede ist. Aber die Unterschrift „Mittwoch Nacht" und der Poststempel 19. Dezember, der also auf einen Donnerstag hinweist, passen zum Jahre 1857 nicht, da in dem genannten Jahre der 19. Dezember auf einen Sonnabend siel. Der 18- Dezember fiel im Jahre 1850 auf einen Mittwoch. Ist unser Brief aus dem Jahre 1850, dann würde nicht der vierte, sondern der dritte Band von Humboldts Kosmos gemeint sein. Auf dieses Jahr 1850 jedoch paßt der Brief aus dem Grunde nicht, weil in dem Jahre kein Aufsatz Remaks erschienen ist. Dagegen könnte die Stelle Humboldts über den Remak'schen Aufsatz sich auf die in Müllers Archiv 1858 veröffentlichte Studie „lieber die Teilung der Blutzellen beim Embryo" beziehen. Die Sache wird noch dadurch kompliziert, daß das Jahr 1857 deswegen schwerlich anzunehmen ist, weil die tätliche Krankheit Friedrich Wilhelm IV. im Oktober 1857 begann, am 8. Oktober des genormten Jahres machte ein Schlaganfall der Regententätigkeit des Fürsten ein Ende. Es ist daher schwerlich anzunehmen, daß der 'kranke Fürst Neujahr 1858 nach Potsdam reiste und daß Humboldt ihn dahin begleitete. Ich bin daher leider nicht in der Lage ein bestimmtes Datum für diesen Brief anzugeben. Das Schreiben selbst lautet: 16. Humboldt an Remak: Ich habe mit dem innigsten Interesse und völligen Glauben an die wichtigen Resultate Ihrer Beobachtungen -den Anhang Ihres zweiten Aussatzes gelesen, beklage -aber sehr, mein teurer Freund, in dieser ungewöhnlich bewegten Zeit (es muß ein zur Vollendung des vierten