Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 16 (1913)
- Article
- Barkochba
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 161 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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161 Zu prüfen, ob Du nach dem Scheine richtest, Raunt' ich ihm scheinbar etwas zu. Barkochba. Für dieses Wort Hab' Dank! Für dieses Wort Mag Gott Dir gnädig sein! Gerettet ist Mein Glaube an die Menschen! - - - O Naamah! Der Seele leihst Du Flügel — Sie schwebt empor aus süßen Harmonien - - Grüßt mir Akiba! (Stirbt.) Anastasius. O grauenvolle Tat, die dieser Tag bescheint! Dem Mörder Fluch und dem Sabäus Fluch! Verflucht sei euer Berg, den ihr den Berg Des Segens nennt Verflucht sei Samaria! Ein Schatten folge Samarias Schmach Dem Ruhm Judäas nach für alle Zeiten! Sein Berg steh' da als Zeichen der Verwüstung, Sein Haus ein schimpflich Zeichen der Verödung! Und mich? Mich selber richte meine Schande! Ein Sturz vom Felsen!-(Ab.) Vierte Scene. (Römer dringen ein mit Sabäus. Darauf nahen Rufus und Umbrikus. Römische Krieger folgen ihnen. Sie füllen immer mehr den Platz und ziehen sich ins Innere.) Rufus. Ein weichliches Empfinden ist mir fern, Und doch erfassen Schauer meine Glieder, Da ich Barkochbas Haupt im Staube seh'. Das Blümchen, das geknickt, entsetzt mich nicht, Es ist der mächt'ge Baum, vom Sturm zerzaust. Die Götter haben seinen Fall beschlossen! Umbrikus. Sag' lieber, Schlangenlist hat ihn umgarnt! Gesteh' es nur, wir hätten niemals, niemals Ihn überwältigt. Ja, er war ein Mann! Dem besten Römer dürft' er sich vergleichen! 11