Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 16 (1913)
- Article
- Barkochba
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 158 (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
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158 Vierter Akt. (Großer Festungsplatz. Durch eine Tür der Felsenmauer gelangt man in einen unterirdischen Gang.') Erste Scene. (Wachtposten wandeln auf und ab. Eleasar liegt unfern von der Tür im Gebete. Um seinen Hals an einer Schnur der Türschlüssel. Sabäus, Anastasius treten auf.) Sabäus. Schon dreimal bot sich die Gelegenheit, Und immer zogst Du furchtsam Dich zurück. So lang' dies Hühnchen in der Asche gackert, (weist auf So lange stehen wir noch vor dem Anfang. Eleasar.) Wenn dies so weiter geht, wird Abiram Uns endlich von sich weisen, Habe Mut! Wie günstig ist der Tag! Die Wächterposten Versehen heut die Unsrigen. Anastasius. Still! still! Barkochba naht. (Beide ziehen sich zurück.) Zweite Scene. (Barkochba [in schwarzer Rüstung) und Abiram. Zwei Krieger folgen ihnen.) Barkochba. Welch Hochgefühl, ein solches Volk zu führen! Hast Du vernommen, wie die Kinder aus Der Schule riefen: Heil dem König! Nimm . Auch uns als Kämpfer auf! Wir bitten Dich! Und dienten uns als Waffen nur die Griffel — Mit ihnen bohrten wir die Feinde nieder! (Setzt sich auf einen Felsen.) Und doch, welch schreckhaft Bild ward mir im Traum! Ich sah sin hellen Flammen Betars Kuppeln; Rauchwolken wallten auf zum düstern Himmel, Der bald im Feuerscheine grell sich färbte. So geht Judäas Sonne unter! riefs, Und aus dem Traume rissen mich die Klagen,