Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 16 (1913)
- Article
- Barkochba
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 154 (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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154 Akiba. O fürchte nichts! Denk nur an Ruth. War sie . Nicht eine Moabiterin, und doch Ehrt man sie als die Stammesmutter Davids! Fünfte Scene. (Vorige. Barkochba und Naamah.) Barkochba. Folg' mir, mein Kind! (Führt sie zu Akiba.) Akiba. So zart, kaum aufgeblüht, Und hast besiegt, den keiner noch besiegt. Naamah. Es war mein Herz, das ihm entgegenschlug, Und er, er war so gnädig, sein zu achten. Barkochba. Von eines Hähern Gunst weiß nichts die Liebe. Sie gibt, was sie empfängt. Ein Seelentausch! Ja, Herz um Herz, und Leben um ein Leben! Akiba. Das ist die Stimme aus der Gottesflamme! (Legt seine Hände segnend auf beider Haupt. Beide küssen ihm darauf die Hand.) Barkochba. Mein lieber Vater, Führer meines Lebens! Für ewig sind verbunden unsre Namen! Akiba. Du bist der letzte Kämpfer für das Reich, Ich bin der letzte, der zum Kampfe rief! Barkochba. Ich war Dein Arm, den Du regiertest, Meister! Wie lange unser Reich bestehen soll, Das ruht in Gottes Hand — an uns war es, Durch Kraft und Würde den Beweis zu liefern, Daß wir des Daseins wert erscheinen.