Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 16 (1913)
- Article
- Barkochba
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 143 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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143 Wie sollt' ich's euch versagen! Das sei fern! Ich achte eines jeden Glauben und Verlange nur für uns die gleiche Achtung. Des andern Glauben fürchtet nur die Schwäche, Wer stark in sich, vermag gerecht zu sein. Wollt ihr den Tempel Garisims erbauen. So ziehet hin und rühret eure Hand! S ab aus. Heil, heil Dir, Barkochba! Barkochba. Und nun zu dir, o Zion, Davids Burg! O Stadt, der Erde Wonne einst genannt, Die Freunde nah'n, zu trocknen deine Tränen! Schaut auf des Westens Mauer hin, die uns Als Trauerzeichen von dem Tempel blieb! Nicht sollen mehr die Fremden deiner spotten, Und Cäsarea auch, wo Rom gethront. Erhebe nicht das Haupt mehr über dich! Die Wege sollen nicht mehr öde liegen. Zum Feste sollen wieder Pilger strömen Mit Jubelsang und wonn'gem Harfenspiel. Und wieder öffnen sich die Tore weit, Um Gottes Stämme vor den Thron des Rechts Zu laden! Stimmt nun an im vollen Chor Das Wallfahrtslied: Wie freu ich mich! * Gesang des Volkes.! Wie freu ich mich, spricht man zu mir: Laßt uns zu Gottes Hause wallen — Da stehen unsre Füße nun, Jerusalem, in deinen Hallen. Und jeder Bruder, jeder Freund, Leb' auf mit dir in Heil und Segen! In deiner Mitte thront der Herr — Wir jubeln, Zion, dir entgegen. (Während des Gesanges der letzten Strophe setzt sich der Zug in Bewegung. Die Samaritaner, die sich anschicken, ebenfalls dem Zuge zu folgen, werden von Sabäus aufgehalten.)