Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 16 (1913)
- Article
- Barkochba
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 137 (sequence 18)
- Language
- German
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137 Abhaun! Und weitre zweimalhunderttausend. Die hoch zu Roß im Fluge Bäume reißen Aus stein'ger Erde! R u f u s- Sind's Dämonen, wie Du sagst, so gibt es keinen andern Ausweg, Wir müssen in den Tartarus sie stürzen. Umbrikus. Doch das wird nie gelingen. Jene Worte Vergess' ich nie, die ein Senator sprach: In alle Winde ist das Volk zerstreut. Wie wär' es möglich da, ihm beizukommen? Und das ist gut. Es mahnt uns an uns selbst. Wie Winde durch das Land erfrischend wehen, Bewahrt es Siegessichre vor Erschlaffung. Rusus. Schweig mir von diesen hochgesinnten Schwätzern Um Gönner war das Völkchen nie verlegen. Ich hasse es, weil mir sein Mut mißfällt Und seine Eigenart, die es mit Stolz Verteidigt. Auch der Kaiser denkt jetzt ähnlich. Ihm ist's das wunde Glied am Körper Roms; Ausscheiden müssen wir's, ausscheiden, sagt er, Damit's im Körper wieder frisch pulsiere. Umbrikus. Wie wollt' er das erreichen! Rusus. Hör' und lerne! Begegnet da dem Kaiser ein Judäer, Er grüßt ihn nach dem Brauch in Ehrerbietung. Der Kaiser aber ließ ihn köpfen, weil Er als Judäer sich erkühnt zu grüßen. Ein anderer Judäer wagte nicht Aus Angst den Gruß, auch diesen ließ er köpfen. Weil er die schuld'ge Ehrfurcht ihm verweigert. Als Dein Senator wieder drob erstaunte,