Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 16 (1913)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 45 (sequence 25)
- Language
- German
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45 diesem Buche werden die schrecklichen Ereignisse geschildert, die sich in vielen russischen Städten im Novemaer 1905 abgespielt haben, als es die russische Bureaukratie für gut befand, die Freiheitsbewegung durch Judenmetzeleien zu erdrücken. Die wichtigste Hilfswissenschaft der Geschichte, die Archäologie, hat vor allem eine wertvolle Bereicherung in dem dritten (Schluß-) Band von S. Krauß' „Talmudischer Archäologie" erfahren. Dieser Band umfaßt folgende Vorgänge des jüdischen Kulturlebens, wie es sich im talmudischen Schrifttum widerspiegelt: Geselligkeit, Unterhaltung, Schrift- und Buchwesen, Schule. Das ganze große Werk, das nun zum Abschluß gelangt ist (am Schluß sind noch Nachträge, Berichtigungen und Register beigegeben), gehört zu den gediegensten und wertvollsten Erscheinungen der Wissenschaft des Judentums und reiht sich ähnlichen wissenschaftlichen Erscheinungen auf anderen Gebieten würdig an. Einzelne Schriften dieser Art sind noch: „Gemüsebau und Gewächse in Palästina zur Zeit der Misch na" von M. Salomonski; „Die Lehre vom Verbrechen im Talmud" von I. Steinberg; „JüdischeKatakomben am Monteverde zu Rom" von denl jüugstverstorbenen verdienstvollen Forscher N. Müller. Die Schrift handelt von den ältesten jüdischen Begräbnisstätten in Rom. Die Sammlung „Quellen und Forschungen zur Geschichte der Juden in Deutsch-Oesterreich", herausgegeben von der historischen Kommission der israelitischen Kultusgemeinde zu Wien, wurde durch die Publikation: „Die Inschriften des alten Judenfriedhoses in Wien" (1. Teil), von B. Wachstein fortgesetzt. Die Biographik hat folgende Schriften zu verzeichnen: „Ludwig Philippson, sein Leben und sein Werk" von I. Feiner. Der hundertste Geburtstag dieses um die Sache der Juden und des Judentums hochverdienten Mannes hat auch die Schrift I. Elbogens veranlaßt: „Ludwig Philippson". Aus demselben Anlaß sind auch „L. Philippsons gesammelte Abhandlungen" (2 Bände) erschienen, die man gewiß als eine dankenswerte Gabe bezeichnen darf. Zu den besten Erzeugnissen auf dem