Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 16 (1913)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 43 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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43 gefchichte"), schließt sich an eine früher erschienene: „Die Geschichte Judas und Israels im Rahmen der Weltgeschichte" an, die im vorigen Jahre an dieser Stelle angeführt wurde. Die, wichtigen Papyrifunde von Elephantine beschäftigen noch immer die geschichtliche Forschung in hohem Grade. Seit der Auffindung der Tel-Amarna- Urkunden ist eine für die Geschichte des alten Orients wichtigere Aufdeckung nicht zu verzeichnen gewesen. Die Elephantine-Urkunden sind aber um so bedeutsamer, als sie für das Verständnis des nachexilischen Judentums von großer Wichtigkeit find. In einer gründlichen Arbeit: „Der Papyrusfund von Elephantine, Dokumente einer jüdischen Gemeinde aus der Perserzeit und das älteste erhaltene Buch der Weltliteratur", nimmt Eduard Meyer in gewohnter klarer und von jeder Sensation sich fern haltender Weise das Wort. Diese vorzügliche Schrift gehört zu dem Besten und Zuverlässigsten, was wir in der reichhaltigen Literatur über die Papyrifunde von Elephantine besitzen. Trotz der Gründlichkeit der Forschung ist sie so gemeinverständlich, man möchte beinahe sagen, so fesselnd geschrieben, daß sie auch jeder Laie mit Vergnügen lesen wird. Die Texte der Urkunden selbst, von denen E. Sachau im vorigen Jahre eine gelehrte faksimilierte Ausgabe veranstaltet hat, liegen nunmehr in der Sammlung von A. Ungnad vor: „Aramäische Papyrus aus Elephantine". Mit dieser Ausgabe hat sich der gelehrte Herausgeber den Dank aller erworben, die nicht in der Lage sind, die große und teure Ausgabe Sachaus zu erstehen. Außerdem hat er im Anhang auch die Texte anderer in Elephantine gemachten Funde gegeben, die in Sachaus Ausgabe nicht enthalten sind. Die Dokumente sind mit wissenschaftlicher Zuverlässigkeit abgedruckt. In der Sammlung „Kleine Texte für Vorlesungen und Hebungen" hat W. Staerk das nützliche Schriftchen „Alte und neue aramäische Papyri" übersetzt und erklärt, herausgegeben. Für Studierende ist diese Ausgabe von großem Nutzen und auch in der äußeren Ausstattung