Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 23 (1920)
- Article
- Kaddisch
- Date
- 1920-01-01
- Page
- 118 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3111067-3111112-3115045--6195-3115174- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 118 — Rahel (kommt zurück). Was denn? D i N a (betrachtet sie eine Weile, dann in festem, sicherem Tories. Sag mal, traust du unserem Simson gar nichts außerordentliches zu? Rahel. 'Gewiß. — Heiraten und Kinder zeugen und ein anständiges Leben machen und Vorsteher in der Gemeinde werden, und all die Torheiten vergessen^ mit denen er jetzt die Zeit totschlägt. D i n a. Was würdest du zum Beispiel sagen, wenn du eines Morgens aufständest und fändest den Vogel nicht mehr in seinem goldenen Käfig? Rahel. Du redest ja bald wie Simson. Din a. Ich meine, wenn ev in einer stillen Nacht heimlich dieses Haus verließe . . . Rahel. Er? Unser Verzug? Er wird sich von hier wegrühren? — Ein dummer Scherz. D in a (nach einer kurzen Pause; gelassen). Es ist kein Scherz. Rahel. Was sagst du? Dina. Es ist kein Scherz, sag ich. Rahel. Er will es tun? Dina. Er hats getan ... Rahel. Bist wohl verrückt! . . . Dina. . . . heute Nacht.