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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1920-01-01 · 23 (1920) · p. 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
23 (1920)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1920-01-01
Page
24 (sequence 11)
Language
German
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24 Die Märchendichtungen zeichnen sich durch Gemütstiefe aus, und ihr Hintergrund ist die große Tragödie unserer Zeit. — Warme jüdisch-religiöse Empfindungen atmen die „Jüdischen Gedichte" von Gertrud Marx, die nach ihrem am 14. Oktober 1918 erfolgten Tode pietätvoll gesammelt und von Bertha Badt veröffentlicht wurden. Dem Buch ist eine freundliche Aufnahme in jüdischen Familien zu wünschen. * * * Eine Reihe von Erscheinungen, die sich nicht rubrizieren lassen, mögen hier zum Schluß Erwähnung finden. I. Zollschan erörtert in seiner in das Problem tief eingehenden Schrift „Revision des jüdischen Nationalismus" die brennende Frage des jüdischen Nationalismus außerhalb Palästinas. Eine Sammlung geistvoll geschriebener Effais veröffentlichte I. Klatzkin unter dem Titel „Probleme des modernen Judentums". Leider fehlt es mir hier an Raum, mich mit dem Verfasser über verschiedene Punkte seiner Themata auseinanderzusetzen. Theodor Herzl's „Der Judenstaat" ist in neuer Auflage erschienen. S. Bernstein schrieb „Der Zionismus. Sein Wesen und seine Organisation". Zeitfragen behandeln: E. Simonsohn, „Die jüdische Volksgemeinde"; N. Goldmann, „Die drei Forderungen des jüdischen Volkes"; R. Lichtheim, „Der Aufbau des jüdischen Palästinas"; H. Bergmann, „Jawne und Jerusalem"; Sch. Gorelik, „Golus, Zion und Romantik"; M. Buber, „Der Heilige Weg"; Siegfried Bernfeld, „Das jüdische Volk und seine Jugend"; F. Halle, M. Seber, A. Feilchenfeld und P. Messer-Platz, „Friedenspflichten der Nationen" (4 Preisarbeiten, herausgegeben von der Moritz Mannheimer-Stiftung der Großloge für Deutschland); H. Dingler, „Die Kultur der Juden. Eine Versöhnung zwischen Religion und Wissenschaft". Ein wichtiges Kapitel der gesellschaftlichen Ethik behandelt in ernster und gediegener Weise H. Goslar in der Schrift „Die Sexualethik der jüdischen Wiedergeburt, ein Wort an unsere Jugend". Eine dankenswerte Veranstaltung liegt in dem Neudruck von Karl

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