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Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur · 1920-01-01 · 23 (1920) · p. 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
Volume
23 (1920)
Article
Literarische Jahresrevue
Date
1920-01-01
Page
19 (sequence 6)
Language
German
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19 Die jüdische Geschichte hat eine Reihe neuer, zum Teil überaus wichtiger Forschungen aufzuweisen. Von dem groß angelegten und immerhin sehr beachtenswerten Geschichtswerk „Doroth Harischomm" von I. Halevy ist Band Ie erschienen. Der Verfasser, dessen eigenartige Forschung in den letzten Jahren auf der einen Seite großen Beifall, auf der anderen harten Tadel hervorgerufen hat, ist am 16. Mai 1914, nachdem der Druck des vorliegenden Bandes bereits begonnen hatte, aus dem Leben geschieden. Der Herausgeber, Salomon Bamberger, hat den weiteren Druck mit großer Sorgfalt zu Ende geführt, worüber er in seinem kurzen Vorwort in überaus bescheidener Weise berichtet. Es soll nach Band Ick aus dem vorhandenen Manuskript erscheinen. Das große, viel umstrittene Werk bleibt somit, da die Bände I a und Ib fehlen, unvollendet — wie ich glaube, zu seinem Vorteil. In seiner jetzigen Gestalt nimmt es allenfalls in der Geschichtsliteratur eine angesehene Stellung ein. Leider kann ich hier auf den Inhalt des auch äußerlich sehr umfangreichen, viele wichtige Probleme unserer Geschichte behandelnden Bandes nicht näher eingehen. In der Sammlung „Aus Natur und Geisteswelt" ist eine „Geschichte der Juden seit dem Untergang des jüdischen Staates" von I. Elbogen erschienen. In knapper fesselnder Darstellung gibt hier der Verfasser ein v zusammenfassendes Bild der jüdischen Geschichte seit der Zerstörung des zweiten Tempels. Diese Schrift verdient die weiteste Verbreitung und wird von Allen, denen eine kurzgefaßte Geschichte erwünscht ist, dankbar ausgenommen werden. Bilder aus der jüdischen Geschichte von Jochanan b. Sakkai bis Moses Mendelssohn gibt Adele Bildersee: „Jewish. postbiblical history". „Edom" betitelt sich die Übersetzung von Berichten jüdischer Zeugen und Zeitgenossen über die Judenverfolgungen während der Kreuzzüge, die N. Birnbaum und H. Herrmann herausgegeben haben. Es ist zu bedauern, daß die am Schluß des Buches erwähnte Abhandlung in der Festschrift für Martin Philippson bei der deutschen Übersetzung keine 2*

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