Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 14 (1911)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 48 (sequence 28)
- Language
- German
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48 Zeit". Ferner sind zu erwähnen die beiden Schriften von I. Loew: „Aramäische Lurchnamen (Frosch und Salamander)" und „Der biblische ezob". — Biographische Monographien sind erschienen: „La famiglia Morpurgo di Gradisca sul’Isonzo 1585—1885" von E.Morpurgo; „Nehemias Jehuda Leib, in Märtyrer sür den Judenleibzoll" von L. Lamm. Der 100. Geburtstag Abraham Geigers hat Anlaß gegeben zur. Veröffentlichung mehrerer Monographien über den großen Forscher und Kämpfer des 19. Jahrhunderts: L. Geiger, „Abraham Geiger, Leben und Lebenswerk" mit gediegenen Beiträgen verschiedener Gelehrter über Geigers Bedeutung und Verdienste in verschiedenen Zweigen der Wissenschaft des Judentums; F. Perles: „Abraham Geiger". Auch des bekannten Dichters Ludwig August Frankl hundertster Geburtstag (3. Februar 1910) hat zur Herausgabe von „Erinnerungen" aus der Feder des verdienten Mannes durch Stephan Hock Anlaß gegeben. Das Buch enthält viel mehr, als der bescheidene Titel besagt; es bietet eine Fülle kulturgeschichtlichen Materials für die politischen und gesellschaftlichen Zustände im vormärzlichen Oesterreich im allgemeinen und auch der Juden insbesondere. Manche Schilderungen vom harmlosen und friedlichen Zusammenleben und Zusammenwirken von Deutschen und Tschechen, Juden und Christen, gerade unter der Herrschaft des Absolunsmus klingen jetzt wie ein schönes Märchen aus alter Zeit. Demselben Genre gehört auch an die teils biographisch und teils kulturgeschichtlich gehaltene Schrift „Ein deutscher Professor in der Schweiz" von Nahida Lazarus. Das Buch ist dem Wirken von M. Lazarus in Bern gewidmet und gibt ein anmutendes Bild von dem Leben und Schaffen dieses geistvollen Mannes, dessen Andenken noch in frischer Erinnerung steht. D. Philipson, der bekannte Historiker 'des Reformjudentums, in Amerika, veröffentlichte „Erinnerungen an Jsaac M. Wise". Erinnerungen an einen berühmten jüdischen Kanzelredner, der für die modernen jüdischen Prediger vorbildlich geworden ist, ruft die Schrift M. Rosemanns wach: „I. N. Mannheimer".