Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 11 (1908)
- Article
- Des Schames Tochter
- Date
- 1908-01-01
- Page
- 273 (sequence 4)
- Language
- German
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273 Sagte ihnen: „Schreibt, ich bitt' Euch". „Was, Deborah, schenkst Du, wieviel?" „Bitte, schreibet, daß ich schenke Ihm mein ganzes, ganzes Leben! . . . Gerne schenk ich ihm mein Leben!" — Die Gabbaim tief erschrocken. Fingen an ihr abzuraten. Warnten sie mit klaren Worten. Aber alles Reden half nicht; Auch des alten Vaters Bitten, All sein Flehen, seine Tränen Haben nichts bewirken können. Und so haben sie geschrieben. Wie Deborah es gefordert. Selber hat sie 's unterzeichnet. Daß sie schenkt ihr ganzes Leben. Als der Bote mit dem Zettel In das Bethaus war gekommen Und ihn einschlotz in die Lade, — Da geschah ein großes Wunder: Plötzlich ward gesund der Rabbi, Fühlt' sich wieder frisch und munter. Doch es wurde krank Deborah, Jenes engelreine Mädchen, Sie verschied. . . Bestattet wurde Sie noch an demselben Tage, Tief betrauert von dem Vater, Der ihr nachgesagt den Kaddisch. Feierlich war die Levajeh Anteil nahm die ganze Kille, Und ein Jeder wünscht' der Toten Einen Platz im Paradiese. — ') LeiÄcnzuA