Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 11 (1908)
- Article
- Des Schames Tochter
- Date
- 1908-01-01
- Page
- 271 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3111067-3111088-3114456--3093-3114739- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
271 In demselben Augenblicke Hört er seine Tochter schreien: „Eile, Vater, weck' die Kille! In Gefahr ist unser Rabbi!" . II. In der Nacht, von Haus zu Hause Geht und klopft der alte Scharnes. . Aber was ist mit Deborah, Mit des alten Schames Tochter? Trübe sitzet sie am Tische, Ihre Augen sind voll Tränen Heftig schluchzt sie, weint und flüstert „In Gefahr ist unser Rabbi!" . . . „Heil ihn, hilf ihm, Gott, Du lieber!" Wie 'ne Tochter hat Deborah Stets geliebt den alten Rabbi, Und ihn in ihr Herz geschlossen. Weil der alte Seelenhirte Sie auch liebte wie sein Kind Und zusammen mit dem Schames Stets sie zu sich eingeladen. Jeden Schabbes Broche") machen, Lehrte er sie, auch das Beten Und das Schreiben wie das Lesen: Zärtlich sprach dabei er zu ihr: „Lern, Deborah, lerne Tochter, Und Du wirft mit Gottes Hilfe Einstens groß und weise werden Wie Deborah die Prophetin". . . *) eesienfpatd) beim Genießen von Trank und Speise.