Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 9 (1906)
- Article
- Christentum und Judentum
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 67 (sequence 9)
- Language
- German
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67 Altes Testament Neues Testament. und nachdiblische Schriften. Nichts Böses geschieht mehr, kein Unrecht, wenn die Erd? voll ist der Gotteserkenntnis, wie Wasser die Meerestiefeu deckt. Da werden sie ihre Schwerter zu Sensen schmieden, ihre Speere zu Winzermessern; kein Volk erhebt mehr gegen das andere das Schwert, nicht lernen sie fürder Krieg. (Iesaia 11, 9; 2, 4.) Wo Liebe^und Wahrheit sich begegnen, Gerechügkeit und Frieden sich küssen, da konimt das Heil vom Himmel. (Psalm 85, 11—12.) Das ist der Bund, den ich künftig mit dem Hause Israel schließe: Ich lege meine Lehre in ihr Inneres und schreibe sie in ihre Herzen. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden inein Volk sein. Es belehrt nicht mehr einer den andern, Gott zu erkennen, denn alle werden sie mich erkennen, klein und groß. (Jeremia 31, 32—33.) Das Gebot ist nichts Wunderbares und nichts Entferntes. Es ist nicht im Himmel und nicht jenseits des Meeres, sondern sehr