Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 8 (1905)
- Article
- Literarische Jahresrevue
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 38 (sequence 23)
- Language
- German
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38 unter dem Titel Ickonnmonta Hungariae judaica zu veröffentlichen. Derselbe ist von A. Friß redigiert, dem M. Weiß wahrscheinlich als Mitarbeiter für das Hebräische zur Seite stand. Der stattliche Band bildet insgesamt 358 Urkunden, von denen die erste aus dem Jahre 1092 und die letzte aus dem Jahre 1500 datiert ist. Es ist mehr als bedauerlich, daß die Arbeiten der Gesellschaft für die meisten nichtungarischen Forscher nicht lesbar sind. Einer besonders liebevollen Behandlung hat sich auch in diesem Jahre die Geschichte der Chassidim zu erstellen gehabt. Außer dem bekannten Essay von S. Schechter, der in deutscher Uebertragung erschienen ist, sind noch zu nennen die von dem alten Gegner dieser Richtung E. Deinard herausgegebene Kritik von I. Lebel über die Entstehung des Chassidismus, die interessante Arbeit von Albert Katz über den Chassidismus, eine alte Flugschrift gegen denselben von I. B. Lewinsohn und noch eine Sammlung von Schriften gegen die Chassidim und ihre Anhänger, die ebenfalls Ephraim Deinard zum Druck gefördert hat. Auf biographischem Gebiete ist vor allem die dankenswerte neue Ausgabe der berühmten Biographien S. I. Rapoport's zu nennen. Diese Biographien, die ja in den 20 er Jahren des vorigen Jahrhunderts zuerst in der hebräischen Zeitschrift Bikure ha-Ittiin erschienen und tatsächlich die Grundlage der jüdischen Geschichtsforschung geworden sind, waren, wie man sich denken kann, längst vergriffen. Es ist schade, daß diese neue Ausgabe nicht nach wissenschaftlichen Prinzipien angelegt und durch die neueren Forschungen ergänzt worden ist. Biographien hervorragender Männer in Israel hat auch I. Halpert ediert. Eine lesenswerte Biographie des Kabbalisten Menachem Asaraja di Fano hat L. Woydeslawsky und eine solche von Ezechiel Landau B. Kamelhaar verfaßt. Ueber den stanzösischen Bearbeiter des talmudischen Rechts I. M. Rabbinowicz, hat Moise Schwab einen interessanten Vortrag veröffentlicht. Die Literaturgeschichte findet noch immer eifrige und fleißige Bearbeiter. Es ist notwendig, dieses Gebiet scharf zu