Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Journal
- Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur
- Volume
- 4 (1901)
- Article
- Litterarische Jahresrevue
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 41 (sequence 25)
- Language
- German
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41 Centralrußland und im Kaukasus schildert der bekannte Reisende Ephraim Deinard, das Leben der modernen Chassidim in Galizien dagegen M. Friedländer, der sich um die Hebung der Kultur in jenem Lande verdient gemacht hat. Von den Mittheilungen der Gesellschaft für jüdische Volkskunde in Hamburg, die M. Grunwald herausgiebt, sind bis jetzt sechs Hefte erschienen. Wir gelangen nunmehr auf das Gebiet des modernen Lebens, in das Reich der Predigten, Schulbücher, der Politik und Zeitgeschichte, der Poesie und Kunst. Auch hier ist viel geschrieben worden, aber nicht viel, was besonderer Erwähnung werth ist. Von Predigten nenne ich nur eine Sammlung von Ackermann: Hamattif, die sehr praktisch angelegt und durchgeführt ist, ferner die Reden von I. Krauskopf über die Gesellschaft und ihre Moral, die gesammelten Grabreden auf den verdienstvollen S. I. Halberstam, Exhorten bei dem Jugendgottesdienst für Mittelschulen von A. Abeles, zwei Sammlungen patriotischer Reden von M. Jacobson in Gnesen und W. Reich in Baden bei Wien, sodann verschiedene Schriften, die aus der Brücke zwischen Predigt und Exegese stehen und zum Theil wie bei D. Leimdörfer in seinem Buche: Der althebräische Priestersegen Beides sehr glücklich verbinden. Eine solche Sammlung hat H. Ehrmann unter dem Titel: Durchs Jahr, eine 'Sammlung von moralischen Betrachtungen über die Moment des israelitischen Pflichtlebens, herausgegeben. Auch das israelitische Andachtsbuch von I. Nobel und A. Bär dürfte in diesem Zusammenhang zu erwähnen sein, vielleicht auch noch ein ähnliches Werk von C. Sachariasohn, das unter dem Titel: Tal oroth erschien. Eine große Regsamkeit ist auf dem Gebiete der Schullitteratur zu verzeichnen. Es ist erfreulich, daß die Besten hier ihr Können erproben. Wir haben eine ganze Reihe von guten Schülbüchern zu verzeichnen, die Eingang beim Unterricht gefunden haben und diesen in anerkennenswerther Weise fördern. Ich nenne nur die Geschichtsbücher von M. Kayserling und I. Ziegler, die Lehrbücher der jüdischen Religion von M. Levin, von F. Feilchenfeld, I. Stein, N. Bamberg er, das von dem hannoverschen