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Der Jude · 1921-01-01 · Heft 2 · p. 125

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jude
Volume
7 (1923)
Issue
Heft 2
Article
Die Programme des Lehrhauses
Date
1921-01-01
Page
125 (sequence 6)
Language
German
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Umschau: Ältere hebräische Literatur «5 , alter der Eroberung* Mit Lichtbildern. — Der Einzug. — Land. — Bewohner. — Städte. — Kulte. — Weltmächte. — Königtum. — Der Tempelbau. Nobelvorlesung. Zur Erinnerung an Nehemia Nobel, gestorben 24. Tebet 5682. 7. Ernst Simon: Der Rabbiner. Arbeitsgemeinschaften. Zur Einführung in jüdische Quellen. 8. Rudolf Hallo: Einführung in das Hebräische. Die Pesach-Haggada. — Für Anfänger ohne irgendwelche Vorkenntnisse. 9. Rudolf Hallo: Hebräisch. Stücke aus dem Wochenabschnitt. 10. Rudolf Hallo: Hebräisch. Einführung in das Lesen unpunktierter Texte. (Maimonides: Mischne Thora, Talmud Thora). 11. Martin Buber: Psalmen. Im Anschluß an die Vorlesung. Hebräische Kenntnisse vorausgesetzt. — Der neunzehnte und der vierundzwanzigste Psalm. — Der achtundachtzigste und der zweiundvierzigste Psalm. — Der einundfünfzigste und der hundertundsechzehnte Psalm. 12. Eduard Strauß: Die Pesach- Haggada. Für Dreizehn- bis Achtzehnjährige. Zur Klärung und Anregung. 13- Rudolf Hallo: Grundfragendes Judentums. Besprochen im Anschluß an den Wochenabschnitt. Für Jugendliche über siebzehn Jahren. M- Julius Goldstein: Grundschriften des Antisemitismus. — Marx: Die Judenfrage. — Treitschke: Ein Wort über unser Judentum. — Stöcker: Aufsätze zur Judenfrage. — Chamberlain: Arische Weltanschauung. — Weininger: Geschlecht und Charakter. — Stapel: Antisemitismus. x5» Fritz Edinger: Genie und Judenhaß. — Voltaire. — Goethe. — Napoleon. Fichte. — Wagner. — Bismarck. — Nietzsche. — Dostojewski. 16. Richard Koch: Jüdische Unterhaltungen. *7« Die jüdische Jugendbewegung. Geschlossene Aussprache zwischen jugendlichen Führern Frankfurter kuppen. ÄLTERE HEBRÄISCHE LITERATUR Eine neue hebräische Anthologie Mit dem biblischen Kanon schien die schöne Literatur der Juden ihren Abschluß gefunden zu haben. Im Laufe der Zeit jedoch, insbesondere mit der Entwicklung des synagogalen Ritus, gewann, obzwar nur schrittweise, die hebräische Poesie wieder an Triebkraft und Schwung, wenn auch nicht mehr ihre einstige, auf eigenem Boden erwachsene Schönheit und Ursprünglichkeit Dje unsagbaren Leiden der im Kampfe um ihre ewigen Ideale Gehetzten und Verfolgten und in deren Folge die Vertiefung und Verinnerlichung des religiösen Empfindens, die glühende Sehnsucht nach Zion wie die nie verlöschende Hoffnung auf Erlösung und auf die Einsammlung der Zerstreuten Israels in das Land der Väter, das waren die sich stets verjüngenden Triebkräfte der zwar betrübten, aber nie verzweifelnden jüdischen Volksseele. Das religiös-nationale Motiv bildete in erster Reihe den Inhalt jener Poesien. Die hervorragendsten und gelehrtesten Männer in Israel versuchten, mochten sie nun größere oder geringere dichterische Gaben besitzen, ihrem Gott und seinem Volke ihr Lied in der Sprache der Väter zu singen. Viele dieser Dichtungen, für besondere Gelegenheiten, Feiertage, besonders ausgezeichnete Sabbate, nationale Trauertage, Bußtage, Familienfeste, Sabbatmahl u. dergl. geschrieben, wurden in die Gebetordnungen der verschiedenen Riten — Aschkenas, Sepharad, Rom, Avignon, Karpaten, Yemen usw. '— als Piutim, Selichot, Kinot, Semirot aufgenommen und bei entsprechender Gelegenheit in der Synagoge oder zu Hause am Familientisch zitiert und gesungen. Die Aufnahme in den Gebetritus verlieh diesen Dichtungen den Nimbus der Heiligkeit und rettete sie vor Verfall und Vergessen. Viele von ihnen, die in keinen der verschiedenen,. durch den Druck verbreiteten Gebetriten Eingang gefunden haben, gingen entweder ganz verloren oder modern noch heute, vergessen und ungekannt, in den vielen Handschriftensammlungen der öffentlichen wie privaten — oft ganz unzugänglichen — Bibliotheken. Das gilt besonders für die ältere hebräische Profaridichtung, die, bis auf wenige Ausnahmen, Jahrhunderte lang der Ver-

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