Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- 1 (1916-1917)
- Issue
- Heft 5 (August 1916)
- Date
- 1916-08-01
- Page
- 1 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Inhalt des Juniheftes: Julius Berger, Deutsche Juden und polnische Juden / Hermann Cohen, Der polnische Jude / Herman Glenn, Unsere Sonderstellung / Jakob Leszczynski, Fragen des ostjüdischen Wirtschaftslebens i. 2. / Curt Nawratzki, Die wirtschaftlichen Lehren des Krieges für Palästina / Siegfried Bernfeld, Zum Problem der jüdischen Erziehung / ArnoNadel, Jüdische Volkslieder: Religiöse Lieder2/F.Lachower, Scholem-Alejchem / L. H., Wir und „die anderen" / Fritz Mordechai Kaufmann, Ein ungewohnter Helfer / S. Aron, Metamorphosen einer Lüge / Israel Fuhrmann, Jüdische Bauern / B. K., Überseeisches Hebräisch Ernst Guggenheim, Antisoziale Unart / B., Mose. Inhalt des Juliheftes: Herman Glenn, Imperialismus und Judentum / MoritzBileski, Die deutschen Juden in der deutschen Politik / Jakob Leszczynski, Fragen des ostjüdischen Wirtschaftslebens 3. 4. / J. Oettinger, Die Bodenkultur bei den Juden / Elias Auerbach, Traditionelles und nationales Judentum / S. Dubnow, Die Hauptprozesse der neuesten Geschichte der Juden / Arno Nadel, Jüdische Volkslieder: Religiöse Lieder 3 / M. M., Lausanne / F. Idelsohn, Briefe aus Warschau 1. / Siegfried Bernfeld, Die Kriegswaisen / W. Diesendruck, Vom Denkstil Achad-Haams / Z. Auerbach, Bialik / Das jüdische Proletariat in den Vereinigten Staaten / Zur Einwanderungsfrage. Ein Werk, das zu den bedeutendsten Schöpfungen des neu erwachten jüdischen Volksgeistes gehört. Wir glauben aussprechen zu dürfen, daß wir im „Juden" verwirklicht besitzen, was zu den Wünschen vieler unter uns gehört hat, eine, die jüdische Zeitschrift. Ein jeder Artikel des „Juden", last not least die „Bemerkungen", will als selbständige, gedankenreiche Arbeit gewürdigt werden, was Stoff zu hundert Nummern unserer jüdischen Zeitungen geben würde. Liest man nur ein paar Aufsätze, so drängt sich unwillkürlich die Frage auf: wie war es möglich, daß wir ohne das ausgekommen sind? Wie haben wir arbeiten können, ohne daß wir eine Tribüne hatten, an der mit diesem Ernst, mit dieser rücksichtslosen Wahrheitsliebe unsere Fragen behandelt würden? — Groß ist die Zahl jener, denen ihr Judentum mehr als tote Überlieferung der Vergangenheit ist, die in ehrlichem Streben nach wahrem, ganzem, jüdischem Leben suchen. „Der Jude" ist für sie geschaffen, und sie werden in ihm eine mächtige, nie versagende Stütze haben: die Stütze des Geistes. Darum wünschen wir dem „Juden" die größte Verbreitung. Er möge seinen so herrlich begonnenen Weg fortsetzen und Eingang in jedes Haus finden, in dem noch ein jüdisches Herz schlägt. Selbstwehr«