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Der Jude · 1918-01-01 · Heft 7 · p. 338

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jude
Volume
3 (1918-1919)
Issue
Heft 7
Article
Von den unvollendeten Seelen, den Dämonen und der Hülle des Friedens
Date
1918-01-01
Page
338 (sequence 2)
Language
German
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338 J* Sei dmann: Von den unvollendeten Seelen, den Dämonen und der Hülle des Friedens Und sie alle kommen aus der linken Schöpfergewalt und verbergen sich vor den Augen der Menschenkinder und stehen wider sie, um ihnen Böses zuzufügen. Und das überlieferte man: Als die Geister erschaffen waren, blieben diese Geister hinter der Mündung der großen Abgrundtiefe die Nacht des Sabbats und den Tag des Sabbats über. Da die Heiligkeit des Tages ausgeht, und sie unvollkommen sind, ziehen sie über den Weltraum und flattern nach allen Seiten. Und die Welt muß sich vor ihnen hüten. Denn dann ist die ganze linke Gewalt wach, und das Feuer vom Tale des Wimmerns flammt, und alle jene, die der linken Gewalt angehören, gehen und flattern über die Welt und wollen sich in Körper kleiden und können nicht. Dann müssen wir uns vor ihnen hüten. Und man hat den „Gesang von den Dämonen*' eingerichtet, für alle Zeit, da die Furcht jener über der Welt ruht. Komm her, sieh! Da sich der Tag bei Eintritt des Sabbats heiligt, ruht und ist ausgebreitet eine Hülle des Friedens über der Welt. Wer ist diese Hülle des Friedens? Das ist der Sabbat. Und alle Geister und bösen Winde und Dämonen und sämtliche Gewalten der Unreinheit, sie alle sind verhüllt und gehen ein in die Sphärenquellen der großen Abgrundtiefe. Denn da die Heiligkeit sich in der Welt erweckte, erweckt sich der Geist der Unreinheit nicht in ihr, und er entflieht vor jener. Und also befindet sich die Welt in höchstem Schutz und wir bedürfen nicht zu flehen um Schutz, wie „Der hütet Sein Volk Israel in Ewigkeit", Amen, denn dies ist für den Alltag eingerichtet, wenn die Welt des Schutzes bedarf. Aber am Sabbat breitet sich die Hülle des Friedens über den Weltraum, und er wird mit aller Macht geschützt. Und sogar die Schuldigen im Tale des Wimmerns sind geschützt, und alles befindet sich im Frieden, die Höchsten und die Tiefsten. U'nd deshalb preisen wir während der Heiligkeit des Tages „Der ausbreitet die Hülle des Friedens über uns und über Sein ganzes Volk Israel und über Jerusalem". Warum über Jerusalem? Weil es die Wohnstätte dieser Hülle ist. Und wir müssen zu Gast bitten diese Hülle, daß sie sich über uns ausbreite und mit uns wohne und über uns sei, wie eine Mutter, die über den Kindern ruht, und sie darum nicht bangen vor allen Gewalten. Und darum: „Der ausbreitet die Hülle des Friedens über uns!" Komm her, sieh! In der Stunde, da Israel preist, und zu sich bittet diese Hülle des Friedens, den heiligen Gast, und spricht: „Der ausbreitet die Hülle des Friedens", steigt die höchste Heiligkeit herab und breitet aus ihre Fittiche über Israel und hüllt es ein, wie eine Mutter die Kinder, und alles Rüstzeug des Bösen verschwindet vom Welträume, und es sitzt Israel unter der Heiligkeit seines Herrn. Alsdann gibt diese Hülle des Friedens ihren Kindern neue Seelen. Was ist die Ursache? Weil in ihr die Seelen ruhen und von ihr gehen sie aus. Und da sie ruht und ausbreitet ihre Flügel über ihre Kinder, ergießen sich neue Seelen in einen jeden. Übertragen von Jankew Seidmann (Aus einer demnächst erscheinenden Sammlung)

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