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Der Jude · 1917-01-01 · Heft 10 (Januar 1917) · p. 1

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jude
Volume
1 (1916-1917)
Issue
Heft 10 (Januar 1917)
Date
1917-01-01
Page
1 (sequence 3)
Language
German
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Inhalt des Novemberheftes: Ernst Müller, Nationale Erwählung und nationale Besinnung / Berl Locker, Die allgemeinen Gesetze der Assimilation und die Ostjuden / Robert Weltsch Ein Feldpostbrief aus dem Osten / Jakob Klatskin, Grundlagen des Nationaljudentums i / Ernst EhjahuRappeport, Ketzerworte des Dr. A.A. Rieser / M. J. binGorion, Altl jüdische Geschichten / Martin Buber, Chassidisches / Chaim Grünberg, Frugs Tragödie / M. A., „Polnische Juden" / Max Brod jüdische Sachlichkeit / Joseph Marcus, Blau-Weiß / Siegfried Bernfeld, Der jüdische Künstler und die Jugend / B., Judenzählung / Arthur Ruppin, Die örtliche Verbreitung der Juden und ihre Wanderungen in der Neuzeit. Inhalt des Dezemberheftes: * * * y Juden — Polen — Deutsche / Max Rosenfeld, Die neue jüdische Gemeindeverfassung in Polen / Ben-Ami, Erinnerungen an Leo Pinsker / M. J. Bodenheimer, Das jüdische Volk und seine Parteien / Samuel Krauß, Mesopotamien, das Land der Zukunft / S. A. Horodezky, Vom Gemeinschaftsleben der Chassidim i, 2 / Jakob Klatzkin, Grundlagen des Nationaljudentums 2 / N. M. Gelber, Die historischen Voraussetzungen der Judenfrage inPolen / Arno Nadel, Jüdische Volkslieder: Liebeslieder 1 / Martin Buber, Chassidisches / Arthur Joel, Der Sündenbock / Markus Reiner, Das Recht auf den Verbrecher / Isaak Spielrein, Ein jüdisches Wörterbuch /Hermann L. Strack / Nachbemerkung / Bücher die wir empfehlen / Die Organisation des jüdischen Volkskredits in Rußland. Alle, die den Ostjuden nicht kennen, erörtern ihn jetzt. Wer ihn aus der Ferne kennen lernen will, lasse sich durch Martin Bubers Zeitschrift ,,Der Jude" einführen — in beides gleichzeitig, in die allgemeine jüdische Frage und in das Wesen des Ostjudentums. Bei Buber ist ein tätiges Erkennen am Werke, das bedeutend ist, weil es mitlebt, aus diesem Miterleben heraus gründlich weiß und leidenschaftlich denkt, nicht aber beobachtet und schwätzt; und weil es, von der Gewalt der Ereignisse nicht über den Häuf en geworfen, sondern sie musternd, einzig und allein von der Leidenschaft zur Sache bestimmt wird; wobei die Leidenschaft längst restlos in die Sache eingegangen ist und sich in schlichten, beharrlichen Dienst umgesetzt hat. Eine große Liebe, ein gereinigtes Glauben werden in Buber und den Seinigen schöpferisch; aber sie vermeiden jenen heillosen Idealismus, der ins Leere greift und sich an Träumen entschädigt, wo Tatsachen auslassen . . . Was aber solchem Geiste im Augenblick seine entscheidende Bedeutung gibt, ist die Tatsache, daß sich seinem Schöpferwillen aus dem gegenwärtigen jüdischen Leben, insbesondere dem Ostjudentum, wesensverwandte erneuernde Kräfte mit der gleichen Leidenschaft entgegendrängen. Wo sie einander treffen, steht heute die Zeitschrift „Der Jude". Berthold Viertel in der Schaubühne.

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