Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 1 (10.1938)
- Date
- 1938-10-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1 Oktober 1938 .Jüdisches Gemeindeblatt für Frankfurt" Seite 15 ELEKTROMECHAN. WERKSTATT R. BLAENSDORF NACHF. (Ing. Simon) Vilbelerstraße 21 U. Seitenbau - Tel. 28027 ELEKTRO-MEDIZIN U. ELEKTRO-APPARATE (Bügeleisen, Kocher, Ventilatoren etc.) Reparaturen u. Änderungen An die Gemeindemitglieder! Hierdurch ersuchen wir wiederholt, uns umgehend zwecks Veranlagung zu den Kultusbeiträgen (Gemeindeumlagen) 1938/39 den Einkommensteuerbescheid 1937 und den letzten Vermögensteuerbescheid werktäglich zwischen 81/2 und 121/« Uhr oder zwischen KVs und 18 Uhr im Gemeindehaus, Fahrgasse 146, Zimmer 40 II. Stock (Steuernml) vorzulegen. Die Bescheide können auch gegen sofortige Rückgabe zu treuen Händen per Post ^oder per Boten übermittelt werden. Sollten die Bescheide noch nicht im Besitze der Pflichtigen sein, so bitten wir, uns dies kurz mitzuteilen. Wer die Uebersendung der Bescheide unterläßt, hat die Veranlagung zu den Gemeindeumlagen im Wege der Schätzung zu erwarten. Frankfurt a. M., im September 1938. Vorstand der Jsraelitischen Gemeinde Kulturarbeit des Monats „Stimmen im Tempel" Man muß Alfred Auerbach für die Beherztheit danken, mit der er ein Problem unseres künstlerischen Lebens aufgegriffen hat: die Schwierigkeit, in dem für künstlerische Darbietungen allein zur Verfügung stehenden Synagogenraum geeignete Werke zur Aufführung zu bringen. Er hat die Gegebenheiten dieser großen Synagoge hingenommen und aus des Raumes Stimmung, seinen akustischen und optischen Möglichkeiten;eine Vortragsfolge zusammengestellt, die seinem "Wunsch nach einer neuen Form künstlerischer Darbietung offenbar sehr nahe kam. Die einzelnen Darbietungen waren durch rahmende Dialoge zusammengefaßt. Gespräche, in denen des Dichters Auerbach Haltung zu den Nöten der Zeit, eine zukunftsgläubige, bejahende Haltung, zum Ausdruck kam. Neben Alfred Auerbach, der die Gesamtleitung hatte, selbst als Sprecher mitwirkte, aber in bescheidener Zurückhaltung nicht sichtbar wurde, trugen Rudolf Ganz und Sofie Seligmann mit sehr wirkungsvoll gebotenen literarischen Gaben, Erna Groß, Paula Levi und Hans Assenheim mit durchweg klingend vorgetragenen musikalischen Werken zu dem vollen Erfolg des Abends bei. Marthel Sommer, an der Orgel und am Klavier gleicherweise geschickt tätig, Max F i r n b e r g, als Liedbegleiter, bestanden vollauf neben den Solisten. Das besondere Interesse des Publikums erregte auch diesmal Max Kowalskis „Kad- ** disch des Ra"bbi Lewi Jizchak", das Hans Assenheim mit starker, voller Stimme vortrug. Eine Veranstaltung, auf die die Mitwirkenden und der Jüdische Kulturbund Rhein-Main, der hier unseren einheimischen Kräften eine schöne Aufgabe stellte, zufrieden blikken dürfen. Ghr. Konzert im Kulturbund Drei Künstler von Rang und Ansehen wirkten im September-Konzert des Kulturbundes Rhein - Main zusammen. Wenn Dr. Heinrich Levinger zu Beginn des Abends mit klug gesetzten Worten dafür warb, daß der Weiterbestand des Kulturbundes auch in unserer Stadt für das kommende sechste Jahr, das schwerste seit seinem Bestehen, gesichert werden möge, so unterstützte das Programm und seine Ausführung diese Werbung nachdrücklich. Die reiche Vortragsfolge, die im ersten Teil Lieder und Arien aus alttestamentarischen Oratorien Händeis bot und später neben Opern-Arien romanischen und russischen Ursprungs eine hübsche Buffoarie aus der neueren jüdischen Oper „The Pioneers" (The Chaluz) von Jacob Weinberg stellte, wurde von den beiden Berliner Gesangskünstlern Wilhelm Guttmann und Paula Salomon (Lindberg) in Gemeinschaft mit dem Frankfurter Meisterbegleiter Paul Meyer auf hohem Niveau bestritten. Reizvoll war die Bearbeitung slavischer Volkslieder für zwei Singstimmen und Klavier, die von Guttmann selbst herrührte. An Liedern Gustav Mahlers, an scherzhaften wie ergreifenden, bewährte der Sänger dann seine reife Vortragskunst, die im zarten pianissimo und im Falsett besonders deutlich wird, und mit viel Humor wurde die Heiratsvermittlers-Arie von Weinberg erfaßt, die, über das Stoffliche hinaus, an den Kezal der „Verkauften Braut" denken läßt. Die prachtvollen Arien und ein sieghaftes „Hallelujah" von Händel sang Paula Salomon (Lindberg) mit klangvollem, weichen Alt und mit sicherer Koloratur. Die Wärme ihres Ausdrucks zeigte sich besonders an zwei Arien von Rubinstein und Ponchielli sowie an der großen Szene der Eboli aus Verdis Oper „Don Carlos". Die oft gerühmte Begleitungskunst Paul Meyers unterstützte die Solisten pianistisch und musikalisch aufs glücklichste. . Möge der Abend nachschwingen und manchem den Entschluß erleichtern, daß er trotz aller persönlichen Nöte und Bedrängnisse zu seinem Teil mithelfe, den Kulturbund und damit eine Angelegenheit der Gemeinschaft weiter für uns wirken zu lassen. Georg Schott Jüdische Chorvereinigung e. V. Die Proben zu dem Oratorium „J e p h t a" von Händel haben begonnen und finden jeweils am Dienstag, 20y2 Uhr, im Trausaal der Westendsynagoge statt. Meldungen von sangesfreudigen Damen und Herren sind sehr erwünscht und werden von dem Dirigenten Dr. Nathan Ehrenreich, Sternstraße 40, entgegengenommen. JUWELEN GOLD SILBER UHREN ALLER ART BESTECKE echt Silber und versilbert Total Ausverkauf Wegen Geschäftsaufgabe Wolle u Handarbeiten Wir kaufen Altgold und Silber I auch alte Silbermark | Meto Simenauer Katharinenpforte 2 An« und Verkauf aus Privatbesifj GB 11/48449 QOSEWpOSEN ^m^^ eil DCDCr*UIUIICnC i^r^^ Frankfurt a. 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