Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 16 (1937-1938)
- Issue
- 11 (8.1938)
- Date
- 1938-08-01
- Page
- Seite 18 (sequence 18)
- Language
- German
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Seite 18 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜR FRANKFURT Nr. 11. August 1938 HAUPT-ÄU/flCHE OPERH-ÄPLATZ T Der Weg zur Bockenheimer Warte ist so nah! Er lohnt sich unbedingt auch für Siel Nutzen Sie deshalb den Sommer-Schluss-Verkauf BOCKH.MUIARTE des Textilkaufhauses Leipzigersir. 14. nah. Bochenn im Seligmann wichtig genug. Er stellt sich damit einmal in die Reihe der allgemeinen Freiheitsdenker des 19. Jahrhunderts, zum anderen gehört er auch zu den großen Männern, die versuchten, Israel einen Weg zu weisen und dem zerstreuten Volke zu helfen. Wesentlich ist auch, daß Musolino nicht nur das nationale Moment betonte, sondern auch die religiöse Situation der Juden sah. Am bedeutendsten an seinem Plane4 ist jedoch die große weltpolitische Konzeption, in die er ihn hineinstellt: England, Rußland und die Türkei - Orient und Occident sind die Begriffe, um die es ihm ging,- und die Juden spielten für ihn in dem Leben der europäischen Und der vorderasiatischen Staatenwelt als Kulturträger und als politischer Faktor eine große Rolle. So war dieser Mann, den Finzi „einen berühmten Sohn des starken Calabrien, einen Christen, Patrioten, Garibaldianer, Abgeordneten und dann Senator des Italienischen Königreiches" nennt, gleich seinem Freunde Settembrini wahrlich ein „Mitbürger und Mitstreiter aller nach Freiheit dürstenden Völker". Er kam auf einem anderen Wege als viele seiner Zeitgenossen zur Beschäftigung mit der Judenfrage,- aber die politisch weitgehend unterbaute und durchdachte Lösung, die er zeigt, nimmt vieles vorweg, was jüdische Politiker und Denker nach ihm gesagt haben. Der Kämpfer für Garibaldi ist einer von den Männern, die vergeben^ versucht hatten, dem jüdischen Volke zu helfen. Claude G. Montefiore verstorben Am 10. Juli 1938 ist in London, kurz nach Vollendung seines 80. Lebensjahres, Claude G. Montefiore verstorben. Die Bedeutung des Mannes, der an führender Stelle im Judentum wirkte, werden wir in der nächsten Nummer unseres Blattes würdigen. Preisausschreiben Jüdische Winterhilfe 1938/39 " Die.Reichsvertretung der Juden in Deutschland, Abteilung Zentralwohlfahrtsstelle, als zentrale Trägerin der Jüdischen Winterhilfe, wendet sich auch in diesem Jahr an die jüdischen Künstler mit der Aufforderung zur Teilnahme an einem Preisausschreiben für die Jüdische Winterhilfe. Aufgabe der Jüdischen Winterhilfe ist, es, alle Juden in Deutschland zum freiwilligen Opfer monatlicher Geldspenden im Rahmen der Richtlinien für die Jüdische Winterhilfe, zur Leistung der Eintopfspende tan den Eintopfsonntagen) und zur .Teilnahme an der Pfundspende zu gewinnen, um die Betreuung aller jüdischen Hilfsbedürftigen während der 6 Wintermonate (Oktober 1938 bis März 1939) sicherzustellen. Verlangt werden graphische, zeichnerische, photographische oder in sonstiger Technik ausgeführte Bildentwürfe, die in Ausführung und Ideengehalt dem Sinn der Jüdischen Winterhilfe Rechnung tragen und sich sowohl auf die allgemeine WerBung als auch auf die Werbung der verschiedenen Spendenarten (Geldspenden, Eintopf spenden oder Pfundspenden) beziehen und die zur Veröffentlichung in der jüdischen Presse oder für die Herstellung von Plakaten zum Anschlag in öffentlich-jüdischen Räumen geeignet sind. Es ist vorgesehen, daß die Werbung für jede der Spendenarten in jedem der 6 Wintermonate wechselt. Beteiligen kann sich jeder Jude in Deutschland. Es sind 3 Preise festgesetzt: » 1. Preis RM. 300.- . 2. Preis RM. 240.- 3. Preis RM. 150.- Der volle erste, zweite und dritte Preis wird zuerkannt für eine Entwurfsreihe für die allgemeine Werbung oder für die Werbung für eine der besonderen Spendenarten, die für jeden der sechs Winterhilfsmonate ein wechselndes Bild vorsieht. Teilpreise werden dann zuerkannt, wenn nicht eine volle Entwurfsreihe, sondern nur einzelne Entwürfe preisgekrönt werden. Ankauf nicht preisgekrönter Entwürfe bleibt vorbehalten. Die Prüfung der Entwürfe und die Entscheidung über die Verteilung der Preise erfolgt unter Ausschluß des Rechtsweges durch die Reichsvertrelung der Juden in Deutschland, Abteilung Zentralwohlfahrtsstelle in Gemeinschaft mit nach ihrem Ermessen hinzugezogenen Künstlern, künstlerischen Sachverständigen und Persönlichkeiten aus den jüdischen Organisationen. Die preisgekrönten Entwürfe bleiben Eigentum der Zen-! tralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland, die damit das Recht der Veröffentlichung und Vervielfältigung erwirbt. Wir fordern die jüdischen Künstler und interessierten Mitglieder der jüdischen Gemeinden zur Einreichung von Entwürfen auf. Die Entwürfe sind mit einem Kennwort zu versehen. Name und Adresse des Einsenders sind mit dem Kennwort zusammen in einem besonderen verschlossenen Briefumschlag einzureichen. Letzter Termin der Einsendungen ist der 15. Sepiemßer 1938. Die^ Anschrift für alle Einsendungen lautet: Reichsvertretung der Juden in Deutschland, Abteilung Zentralwohlfahrtsstelle (Jüdische Winterhilfe) Berlin-Charlottenburg, Kantstraße 158. Die Preisträger werden bis zum 30. September 1938. von der Zentralwohlfahrtsstelle benachrichtigt. SOMMER-SCHLUSS-VERKAUF I REISEMUSTER=™| unter anderem IN WASCHSEIDE | Sommer-ScmuQ-verHauf tffflßSSß ab 25. Juli 1938 DAM E N - M 0wD E N Goethestrassel Fernsprecher Nr. »9660 fiADMITIIP Künstl. Hemdchen und O 10 1 •3 M\ 1 % Ii 1 I U W\ CQithlnnfon Uftn M ■ an ^0* » ■ m ■ « ■ ■ ■ m OBIG© öcniupior von I0H. ALEXANDERE 41 Inserate im Gemeindeblatt haben großen Erfolg! Betten-Reinigen SCHONFELD L*-r%nJ^i*.Rf»ie|?i»Vr; R.ln.ckrtr.iaT.I.SSS«.