Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 16 (1937-1938)
- Issue
- 10 (7.1938)
- Date
- 1938-07-01
- Page
- Seite 19 (sequence 19)
- Language
- German
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Nr. 10 Juli 1938 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜR FRANKFURT Seite 19 personlichen Gestaltungswillen in den Dienst des Kunst- -werks stellt. Ein aufrechter, grader, echter Mensch, der überall - auch im Felde - seine volle Pflicht getan, und ein treuer Kamerad! Möchten ihm noch viele Jahre einer unverminderten "Wirksamkeit beschieden sein! A. G. 70. Geburtstag 7. 7. 1938: Jakob Rosengarten, Reuterweg 53. Moritz Löllbach zum 75. Geburtstag Am 1. Juli begeht Herr Moritz Löllbach, der Syna- •gogenwart der Wesfendsynagoge, seinen 75. Geburtstag. Der Jubilar ist weit über den Kreis der Besucher der Westendsynagoge in unserer Gemeinde bekannt und beliebt. Den Glückwünschen, die ihm aus Anlaß seines Geburtstages dargebracht werden, schließen wir uns herzlich an. 75. Geburtstag 15. 7. 1938: Frau Rosa Stern geb. Löwenthal, Baumweg 64. 80. Geburtstag 9. 7. 1938: Jakob Weissbecker, (früher Fischborn), Hynspergstraße 3. 94. Geburtstag «6. 7. 1938: Moses Löwens iein, Bornheimerlandstraße 21. Bezirksrabbiner Dr. Salomon Stein s. A. Am 13. Juni ist in Ems, wo er zur Erholung weilte, der •ehemalige Schweinfurier Bezirksrabbiner Dr. Salomon Stein im 72. Lebensjahr verschieden. Seit 1934 lebte Dr. Siein mit feiner Gattin in unserer Gemeinde. Er hat, hier den großen Rreis seiner Verehrer und Freunde, die er während 44 Jahre seiner beruflichen Tätigkeit sich erworben hatte, auch aus -unseren .Reihen erweitert. In den langen Jahren einer wahrhaft vorbildlichen rabbinischen Tätigkeit in seiner Gemeinde und deren Bezirk hat Dr. Stein durch seine hohen menschlichen Eigenschaften, seine Gesinnungstreue, seine tiefe, echte .Frömmigkeit, seine aus umfassender Liebe erwachsene Duldsamkeit, seine aus reichem Herzen stammende Güte Sille Menschen, die in seinen Bannkreis traten, zu jüdischer Haltung -verpflichtet. Er hat seine Gemeinde und seinen Bezirk mustergültig entwickelt und mit Milde und durch eigene-vorbildhafte Führung sein Werk und seine Person im Judentum in Deutschland unvergeßlich gemacht. Die Beerdigung am .15. Juni auf dem Friedhof Eckenheimer Landstraße, wo unsere Gemeinde ihrem hervorragenden Mitglied ein Ehrengrab bereitete, versammelte viele Mitglieder unserer Gemeinde, der Gemeinden des Rabbinatsiezirks Schweinfurt, Freunde und Amtskollegen des Ver- Die modernen LUNCHEON- und DINNER-SETS DAVID «& MEYER GOEThE-STRASSE 20 storbenen. In zahlreichen Reden erstanden noch einmal die edle Gestalt des Dahingegangenen, seine religiösen und menschlichen Eigenschaften, seine Verdienste um die Organisationen und Institutionen des Judentums in Deutschland, insbesondere in Bayern. Das Andenken dieses wahrhaft Gerechten sei unserer Gemeinde zum Segen! Ghr. Josef Braun s. A. Wie wir bereits kurz mitteilten, ist am 20. Mai der Drukkereibesitzer Josef Braun im 63. Lebensjahre von einem schweren Leiden durch den Tod erlöst worden. Josef Braun war mehr als ein Jahrzehnt, als Mitinhaber der angesehenen Druckerei Gebrüder Braun, der Druck und die technische Herstellung des Gemeindeblattes übertragen gewesen. Redaktion und Verlag des Gemeindeblattes haben in diesen Jahren gemeinsamer Tätigkeit am gemeinsamen Werk den lauteren Charakter, den nie ermüdenden Fleiß, die Gewissenhaftigkeit und menschliche Liebenswürdigkeit Josef Brauns schätzen gelernt. Josef Braun war ein von Grund auf gebildeter Fachmann. Schon frühzeitig kam er als Lehrling in das Druckgewerbe, durch Fleiß und Rechtlichkeit baute er, gemeinsam mit seinem Bruder, sein Unternehmen in Lothringen zu einer angesehenen Druckerei aus. Nach Kriegsende wurde Josef Braun mit seiner Familie aus Lothringen ausgewiesen. Damals schufen die Gebrüder Braun durch hingebungsvollen persönlichen Einsatz sich die Druckerei in unserer Stadt, die jedem unserer Leser zu einem Begriff geworden ist. Josef Braun hat die Auflösung auch dieses, seines zweiten Lebenswerkes nicht lange überlebt. Es war ihm nicht vergönnt, die Früchte seines rastlosen Arbeitens zu ernten. Sein Andenken wird bei uns in Ehren lebendig bleiben! Ghr. Henriette Fürth s. A. Am 1. Juni starb in Bad Ems Henriette Fürth in ihrem 78. Lebensjahre. Diese ungewöhnliche Frau, die auf vielen Gebieten des öffentlichen und sozialen Lebens eine eifrige Tätigkeit entfaltete, hat besonders in Frankfurt am Main, wo sie seit 1885 ihren Wohnsitz hatte, lebendige Erinne- Jecz -ötrümpfe werden bevorzugt! Dea reine Seide . . . M.1.95 Dea reine Seide „Hauch" M.2.25 Dea reine Seide, extra" . M. 3.25 Dea künstl. Seide iinks .M.1.95 Große Auswahl i. all. Modefarben A. HÖCHBERG KAISERSTRASSE 15 5feftftjfad daÜMitodtckcu Ia Ausführung, gr. Auswahl sowie Umarbeitung, aucfcju» Daunen-Oberbetten, Anfertigung von Kissen aller Art. Spezialdecken für Auswanderer. ÖOfie nur Gärtnerweg 6 Nähe Eschen" belmer Tor. 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