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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1938-04-01 · 7 (4.1938) · p. Seite 15

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
16 (1937-1938)
Issue
7 (4.1938)
Date
1938-04-01
Page
Seite 15 (sequence 17)
Language
German
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Nr. 7 April 1938 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜR FRANKFURT Seite 15 lohner ■ Brotröster Bügeleisen ■ Fön ■ Grill ■ Heizknsen Herde Höhensonne, Original Hanau ■ Kaffee-Maschinen — Mühlen ■ Kochplatten •Kocher ■ KQhfschranke ■ Staubsauger ■ Tauchsieder ■ Teemaschinen ■ Waschmaschinen ■ Ventilatoren "Beleuchtungskörper usw. Mähmaschinen ■ Adler ■ Phoenix ■ Singer ■ Veritas Schallplatten ■ Elektrola ■ Grammophon ■ Telefunken ■ Koffer-Apparate ■ Plattenspieler Radio-Apparate ■ Alle gangb. Fabrikate ■ Umtausch aller Geräte geg. Weltempfänger ■ Ständig Gelegenheitskäufe von 15.— an ■ Reparaturen -erstklassig, schnell, billigst ■ Antennenbau - Dach-, Hoch-u. abgeschirmte TOTO ■ Contax ■ Contaflex ■ Leica usw. ffaller-Petroleumherde, Halle r-Petroleum-Oefen EIEKfRO und Jeder Art HRMANN Bocfcenhelmerlandstr. 71 f Ruf 13837 -vom Sonderbeauftragten des Herrn Reichsministers für Yolksaufklärung und Propaganda, Berlin W. 8, Wilhelmplatz 3/9, erfaßt und bedürfen seiner Zulassungsgenehmigung. Alle Anträge sind direkt an die bezeichnete Stelle zu richten. Kulturarbeit des Monats Cello- und Klavierabend Die Konzerte des Kulturbunds in der Westend-Synagoge bringen die Einschränkung mancher sonst selbstverständlicher Forderungen mit sich". Ein auch an diesem Abend naheliegender Vorbehalt aber schwand sofort, als Qodfried Zeelander und Hans .Neumark -"zu musizierert" begannen. Denn trotz der akustisch wechselhaften Verhältnisse des Hauses erstand ein echt kammermusikalisches Zusammenwirken, ein feinfühlig auf einander abgestimmtes Spiel von unmittelbar fesselnder Kraft. Der sichere, runde und noble beseelte Ton des trefflichen Cellisten und der farbig weiche Anschlag, die rhythmisch und dynamisch reich gestufte Spielkunst des jungen Pianisten schufen schon mit den ersten Takten jene Einheit, die den gesamten Abend kennzeichnete. Er begann mit einer Sonate von Breval, die kantabel im alten Stil gehalten ist. Ein Variationenstück von Respighi zeigte die intimen Reize dieser werkgerechten, romanisch empfindsamen Stilgebärde, die aparte Mischungen liebt und billige Effekte meidet. Die gestaltende Kraft des alten Orgelmeistera Prescobaldi wurde an einer Cello-Tokkata spurbar. Ein „Gebet" von Ernest Bloch erinnerte mit dem typischen Klangzierat der Melodik an das Kol nidrei, ließ aber dem harmonischen Ablauf genügend Eigenart. Rachmaninoffs Sonate, op. 19, ein wenig bekanntes Werk, weist zwar manche stilistischen Einflüsse auf, in Anlage und Ausformung jedoch eine Tülle reizsamer Musizierkunst. Der schwierige, besonders gut bedachte Klaviersatz (bei dem Virtuosen Rachmanirtof£ nicht verwunderlich) enthält viel Stimmungskraft; unheimlich dumpf der "Erlkönig"-Trab, von dämonischem Spuk erfüllt das Andante, gesangvoll weich oft die CeUostiirutte über dem verdämmernden Klangnebel des Tasteninstruments, - Die Hörer waren den Künstlern für ihre hohe Leistung; dankbar. Ariur Bogen Rezitation und Musik im Kulturbund Der Abend, an dem Walter Herz (Herrner) rezitierte^ enthielt nur Szenen aus Richard Beer-Hofmanns dramatischem Zyklus „Die Historie von König David". Das Werk birgt viele .Spannungskräfte; die Aufspaltung der farbigen rhythmischen Sprache der bildhaften Figuren, besonders durch analysierende Schattierung der sinnschweren Monologe und Dialoge, entfernt sie aber öfters von dem Quell des eigentlich dramatischen Lebens. Der Rezitator des Prologs,. der Zwiesprachen Davids mit seiner Mutter und seinem Weibe, schließlich der Krönung, entfaltete sichere, eindringliche Sprechkunst; eine schon gedächtnishaft erhebliche Leistung. Die Vorgänge erstanden sinnfällig, die Personen erhielten tonliche Charakteristik, daß sie aus dem poetisch erschauten Zustand heraustraten. Walther Herz besitzt mimische Fähige keit, ausdrucksreiche Gestik, Sinn für dynamisch getönten Sprachklang und die Bedeutung der Sprachmelodie (hier erinnerte er an Moissi); freilich, die zutiefst seelisch ergreifende Wirkung stellte sich nicht ein. Vielleicht, daß die verschiedenartige Akustik in der Westend-Synagoge die allfällige Entfaltung gerade der oratorischen Mittel nicht begünsrigjL Weit besser ist es bei der Musik. Dies bestätigte wieder das Spiel von Paul Meyer und Willy Salomon. Aus der nicht großen Literatur boten sie für zwei Klaviere zwei umfängliche Stücke : eine spannungsreich und kunstgerecht gebaute Chaconne von Salomon Jadassohn, einstigem liszt- Lederjacken Leinen-Anzüge,' Shorts-Hosen, Damanröcke, auch Massanfertlg. LU WISCH Elbesfrasse 27, Hth. III. r. 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