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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1937-11-01 · 2 (11.1937) · p. Seite 12

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
16 (1937-1938)
Issue
2 (11.1937)
Date
1937-11-01
Page
Seite 12 (sequence 14)
Language
German
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Seite 12 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜR FRANKFURT No. 2 November 1937 MÖBEL rlvDC im tssMMssasma" HiZIMMER HANAUER LAN OSTRASSE ■ Bekanntmachungen des Steueramts Gemeindemilglieder! Auf a) die am 10. Juni und 10. September ds. Js. fällig gewesene 1. und 2. Rate der Kultussteuer 1937, b) 'die am 1. November ds. Js. fällig werdende 2. Hälfte der Kultussteuer der Nur-Lohnsteuerpflichtigen, sowie c) das lällig gewesene Gemeindegeld der Nur-Gcmeindegeldpflichtigen wird hiermit besonders hingewiesen. Wir ersuchen die Gemeindemitglieder dringend, die noch bestehenden Ruckstände unverzüglich zu entrichten. Nach vergeblicher Mahnung erfolgt die Beitreibung zuzuglich der Kosten durch die zuständige Volletrecknngsstelle des Finanzamtes. Alle Kultussteuer- und Gemeindegeldzahlungen sind an die Steuerkasse der Israelitischen Gemeinde, Fahrgasse 146, (Postscheckkonto Nr. 800 Ffm.) zu leisten. Ausgenommen sind lediglich Zahlungen auf Rückstände, die sieh in Vollstreckung befinden. Solche Rückstände sind an die Financkasse zu leisten, von der sie vollstreckt worden sind. Die Steuerkasse der Israelitischen Gemeinde ist werktäglich von 8% bis 12% Uhr geöffnet. Die Sprechstunden finden zu gleicher Zeit statt Für ältere und gebrechliche Personen steht der Personenaufzug zur Benutzung frei. Frankfurt am Main, den 22. Oktober 1937. VORSTAND DER ISRAELITISCHEN GEMEINDE STEUEßAMT Persönliche Nachlichten Abschied im Heim der Flershcim-Sichel-Sti tung Vor hohen Kuchenhergen und mächtigen Kannen Kaffee saßen am Nachmittag von Simchas-Th^ra die 30 Buben der FJerslieim-Sichel-Stiftung in ihrem zweckmäßig-schlichten Speisesaal. Eine fröhlich-ernste Stimmung herrscht? unter ihnen wie unter den wenigen anwesenden Erwachsenen. Es galt, Abschied zu nehmen von den Heimeltern der Stiftung, dem Ehepaar Elias Gut. Seit 1917 hatten Oberlehrer Gut und seine Frau das Heim in ihrer Obhut. Zöglinge aus Frankfurt und weiterer Umgebung waren unter ihrer warmherzigen Betreuung gross geworden, hatten ihre Fähigkeiten entfalten dürfen und waren schließlich von hier aus ins Leben und in den Beruf gegangen. Dieser Rückblick auf 20 Jahre mühevoller, aber erfolgreicher Tätigkeit mochte dem Leiter nicht leicht fallen, als er in einer kleinen Absehiedsrede sieh von seinen gegenwärtigen Zöglingen verabschiedete. Mit vollem Recht konnte Direktor Dr. Albert Hirsch zugleich im Namen des Vorstandes der anwesenden Mitglieder des Damencomites, Frau S t e r ii-B i ng und Frau Dr. Lazarus, den innigen Dank 'des Vorstands der Stiftung ausdrücken für alles das, was Herr und Frau Gut : geleistet hatten. Er schilderte den Zöglingen noch einmal die arbeitsfrohe und vielseitige Persönlichkeit von Elias Gut, sein fruchtbares pädagogisches Wirken im Philanthropin durch fast 40 Jahre, seine umfassende literarische Tätigkeit, die ihn zu einem der besten "Kenner der jüdischen Jugendliteratur machte, seine einfühlende pädagogische Begabung, die jeden Zögling in-, tuitiv erkannte und behandelte. Dr. Hirsch schilderte das unermüdliche Wirken von Frau Gut im Heim, ihr kluges Wirtschaften in diesem Musterbetrieb, ihre stete Fürsorge für die Gesundheit ihrer Jungen. Dr. Hirsch bat die Zöglinge, auch zu dem neuen Leiter, Herrn und Frau Hugo Steinhardt, Vertrauen zu haben,. die ihnen mit herzlicher Gesinnung entgegenkämen. Sinnige Geschenke aus der Hand der Schüler zeigten den Scheidenden auch äusserlich, wie sehr man an ihnen hing. Am gleichen Abend nahm in der Vorstandssitzung der Stiftung der I. Vorsitzende, Herr Albert ,R öth s ch i 1 d, Gelegenheit, dem Ehepaar Gut den herzlichen Dank des Vorstands für ihre hingebende Arbeit zum Ausdruck zu bringen, und das neue Leiterehepaar zu begrüssen.? - In einer formvollendeten Schlussrede gab Herr Gut einen. Umriss der Geschichte der Anstalt und legte eindrucksvoll die Grundsätze seiner erzieherischen Ueberzeugung dar. Mit diesem pädagogischen Meisterstück beschloss Herr Gut seine Arbeit, auf die er und die Stiftung in gleicher Weise stolz sein können. Der neue Leiter hat seine Arbeit am 1. Oktober aufgenommen, wurde in der gleichen Vorstandssitzung formell in sein Amt eingeführt. A. H. 40jähriges Dienstjubiläum Fräulein Mathilde Strauss, die Leiterin der Küche des Krankenhauses der Israelitischen Gemeinde, kann in diesen Tagen auf eine 40jährige Arbeit für das Krankenhaus zurückblicken. Fräulein Strauss hat im alten Krankenhaus in der früheren Königswarterstrasse ihre Tätigkeit begonnen und ist in * den vielen Jahren ihrer hingebungsvollen Arbeit dem Krankenhaus zu einer verantwortungsvollen und zuverlässigen Stütze f~Das schöne Geschenk von Wert-v Damen-Wäsche j Bett-Wäsche Baby- und Kinder-Wäsche 1 Johanna Alexander Das Fachgeschäft für Sie 1 Goethestrasse 4= Telefon 27316! V _ J / \ Fest- M*m Praktische £§ßnti Geschenke Miiimmw Kais er Strasse 4 KriStall 0 A Jenaer Glas ' « Keramik Porzellan Form Maria QnhlpiflaoW Jedes Stück einzeln zu haben ÖUIIIOI1 IttüR Ein m Taschenschirm 1 £ ISEMANnI KONSTABLER WACHE ■ Geschenke Wer zeitig kauft findet Qualität und Auswah 1 l J | 63 Jahre I 1 EHRENFELD 1 H Damenlaschen — Mod Schmuck H H Bestecke — Beleuchtung— Musik H ■ ZEIL 104 „;;&•.* |

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