Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1937-11-01 · 2 (11.1937) · p. Seite 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
16 (1937-1938)
Issue
2 (11.1937)
Date
1937-11-01
Page
Seite 8 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/3094266-3094451-3094453--5901-3100692
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 8 JÜDISCHES GEMEINDEBLATT FÜR FRANKFURT No. 2 November 1937 Konzertdirektion Hermann Koch, Frankfurt-M., Ruf 78654 Mitglied des Reichsverbandes der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland Saalbau, Kleiner Saal Montag, den 1. Nov. 1937 Liederu. Arien-Abend Ernst wn Saalbau, Kleiner Saal Samstag, den 13. Nov. 1937 Opernu. Arien-Abend Maoda Spleoel Eintrittspreise von Mk. 1.— bis 2.50 Eintrittspreise von Mk. 1.25 bis 2.90 Alleiniger Karten-Vorverkauf: Drogerie Schneemann, Schillerstr. 2. Ruf: 22273 gesteigerte Klage, Bitte und Anruf (mit dreifach wiederholter Vor-Formel: Aleph, Beth, Gimel), italianisierend in der Melodik, hymnisch in der Gestalt. "(Rosenmüller, einer der Kleinmeister des 17. Jahrhunderts, wirkte bedeutsam für Suite, Kammersonate und Vokalwerke religiösen Charakters.) Hebräische und deutsche Gesänge folgten, unterschiedlich im Gehalt: teils modernkonstruktiv oder übersteigert im Format (Schalit, Klemperer), teils empfindungshaft und schlicht, melismatisch dem orientalischen Vorbild angenähert (Fromm, Nadel.) — Insgesamt: ein Abend, der mannigfach klarlegte, was an künstlerischen Grundlagen dem jüdischen Kultur-Dasein wirkungsvoll und förderlich sein kann. Artur Bogen „Musik um 1835" Das 37. Mittwochs-Konzert der Jüdischen Tonkünstler Frankfurts leitete ihre vierte „Saison" ein. Hans Assen heim schickte den klanglichen Darbietungen ein paar Worte voraus, in denen er auch für die kommenden Veranstaltungen gxites Niveau versprach und in Aussicht stellte, daß auch jüngeren, werdenden Künstlern Gelegenheit geboten werden solle, sieh dem Publikum vorzustellen. Sein wiederholter Appell zur Pünktlichkeit sei auch an dieser Stelle unterstrichen. „Musik um 1835", Gesang unid Klaviervorträge verhieß das Programm, auf dem seltsamer Weise der Name Mendelssohn (dessen Wirken gerade um diese Zeit auf der Höhe stand) fehlte. Man hörte von der technisch brillanten Pianistin Alice Rosenbaum eine Reihe von Kompositionen Chopins und Liszts und spürte, der eingangs gespielten g-moll Ballade gegenüber, etwa in den Etüden Chopins oder dem sehr charmant wiedergegebenen „Valse Impromptu" von Liszt eine merkliche Steigerung. Lieder von Berlioz und Chopin (unter ihnen den Lieblingsgesang einer früheren Generation „Des Mädchens Wunsch") trug Gerda Oppenheim (Sopran) mit guten, klangvollen, stimmlichen Mitteln vor; stärker noch wirkten in ihrem dramatischen Vortrag zwei Opernszenen aus der „Jüdin" und der „Afrikanerin". Die Begleiterin Leni Morgenstern-Lorsch gab ihrem Part feinsinnige und abgetönte Gestaltung. ' Georg Schott „Lied der Völker" Das zweite Mittwoch-Konzert der Jüdischen Tonkünstler brachte eine kleine Auswahl aus dem schier unerschöpflichen' Schatz des „Liedes der Völker". Der Begriff „Volkslied" FILIALEN IN MEHREREN STADTTEILEN GESCHENK-PACKUNG EN Fest- Geschenke Wer zeitig kauft findet Qualität und Auswahl ZIGARREN ZIGARETTEN © IL F ZEIL 49 TEL 27930 r^^£§£i Elektr. Geräte ^~00*^ Radio-Uberseegeräte Koch- und Heizgeräte Deckenstrahler Beleuchtungs-Körper Kühl-Schränke Ventilatoren usw. Staubsauger Spannungsumstellung Tischlampen sämtl. elektr. Geräte Diplomingenieure städt. konzessioniert GANZ & JOSEPH Elegant und leicht ^^isM%%laSjoma> Ideale Schuhe gegen Fussbe: schwerden für Damen u. Herren Goethe-Schuhhaus Gr. Friedbergerstr. 32, im Hofe links Fernspr. 27174 Inh. Mathilde Oppenheimer Goethestr. 28

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.