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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1937-05-01 · 8 (5.1937) · p. Seite 19

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
15 (1936-1937)
Issue
8 (5.1937)
Date
1937-05-01
Page
Seite 19 (sequence 21)
Language
German
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Seite 19 Jugend und Gemeinde Die Beilage Jugend und Gemeinde kann erst in der nächsten Ausgabe unseres Blattes erscheinen. Zu dem Aufsatz in der April-Nummer Avird uns berichtigend mitgeteilt, daß Herr Dr. Isserlin in der Sodener Kuranstalt für Israeliten während seiner winterliehen Abwesenheit nur von Herrn Dr. Vollmann vertreten wurde. Jüdischer Sport in Frankfurt Der neugegründete „Spielausschxxss jüdischer Sportvereine Süd Westdeutschlands" hat seine Arbeit aufgenommen. In einer Verlautbarung wird als Zweck dieses „Spielausschusses", dessen beide Kontrahenten der Südwestdeutsche Makkabikreis einerseits und die „Arbeitsgemeinschaft jüdischer Turn- und Sportvereine" andererseits sind, „die gemeinsame sportliehe Betätigung der gesamten jüdischen Jugend" bezeichnet. Dieser gemeinsame Sportbetrieb soll sich in der geregelten Austragung von Freundschaftsspielen und der Durchführung einer Pokalrunde für Fussball und Handball auswirken. An alle Sportvereine des Bezirks ist eine genau festgelegte Spielordnung ergangen. Der Jüdische Turne rbund (JTB.) hielt seine Jahreshauptversammlung ab. Aus dem Tätigkeitsbericht ging hervor, daß auch im letzten Vereinsjahr die sportliche Aktivität der konservativen Sportler anhielt. Der Verein konnte sein zehnjähriges Bestehen feiern. Er hat 250 Mitglieder, ausserdem unterhält er besondere Turnkurse für die Thoralehranstalt und das „Beth Nearim" Frankfurt. Das Hauptaugenmerk galt auch im letzten Jahr den zehn Turnkursen; eine Herrenfussballmannschaft wurde gegründet. 1936 brachte die Einweihung des neuen Sportplatzes, am Bornheimer Hang, von weiteren Veranstaltungen anlässlich des Vereins Jubiläums wurde abgesehen. Der Verein beteiligte sich wiederholt an Fussballtnrnieren und leichtathletischen Wettkämpfen. Der bisherige Vorstand wurde wiedergewäht, ebenso einstimmig erfolgte die Zuwahl von Gust. D r o 11 e r. — Nachdem die „Jüdische Schachvereinigung" vor einigen Monaten bereits ihren Anschluss an den Deutschen Makkabikreis vollzogen hat, fand im April die konstituierende Sitzung des dritten Frankfurter Makkabivereins, der „Hakoah" statt. Max Flörsheim begrüsste die Mitgliedschaft im Auftrage des Südwestdeutschen Kreises und übergab den Verein Heinz Kaufmann als Vorsitzendem und Marcel L o e b als Stellvertreter. Als technische Leiter stehen die Herren Emil Stelzer, Kurt Schönfeld und Leo Kohn zur Verfügung. Ausserdem wurden für die bereits bestehenden Mannschaften Obmänner aus den Reihen der Jugendlichen ernannt. In allen Frankfurter Vereinen wird in diesen Tagen der Leichtathletik -Betrieb aufgenommen; an der Tirolerstraße (Schild) und an der Eschersheimerlandstrasse (Bar Kochba) hat auch das Tennisspiel wieder eingesetzt. Im Schild rüsten auch die W a s s e r s p ö r 11 e r zu ihrer Sommerarbeit. Das wichtigste Sportereignis des letzten Monats war wohl das Frankfurter F u s s b a 11 - „D e r b y" zwischen Schild und Bar Kochba Frankfurt am Buchrainweiher. Was wir sahen, war wohl der spannendste Kampf seit Jahren im jüdischen Sport Frankfurts. Die Bar Kochbaner gewannen das Spiel verdient mit 5:2 Toren, Halbzeit 0:2. In den ersten 45 Minuten diktierten die Schild-Leute das Spiel, dann aber klappte die Schild-Mannschaft vollkommen zusammen, während die Makkabim von da an ein Spiel aus einem Guss hinlegten. — Die übrigen Rasenspiele boten keine besonderen „Attraktionen"; der Handballmeister der Südwestdeutschen Arbeitsgemeinschaft, Schild Wiesbaden, ließ sich zweimal vom Südwestdeutschen Makkabimeister, Bar Kochba Frankfurt, schlagen. — Mit dem Weggang von Michel Wies e ng r u n d hat der jüdische Fussballsport in Frankfurt einen Verlust erlitten. Wiesengrund war der Gründer der B. K.-Fussballabteilung; er wii-kte vor vielen Jahren schon im JTV. Frankfurt und in der „Iwria". In den letzten Jahren stillte er sein grosses sportliches Können und seine Objektivität als Schiedsrichter in den Dienst des jüdischen Sports. Die Frankfurter Makkabim veranstalteten ihm zu Ehren eine eindrucksvolle Abschiedsfeier. — NACH SODAMERIKA mit den französischen SchiffahrtS'Gesellschaften Luxus - Express - Dienst ab Marseille oder Genua Luxus - Expre ss - Dienst ab Bordeaux Vierzehntägige Abfahrten ab Hamburg Sämtliche Dampfer führen 1,2., 3. verbesserte und 3. Klasse Kammer. Auf Wunsch rituelle Verpflegung Ägypten ohne Zuschlag. Indien Zahlung der öberfahrfspreise, Nordafrika Bordakkredifive und Landgangs- sowie gelder in Reichsmark. — Vergnügung** Genaue Auskunft über Einreisereisen bestimmungen und Visa. Anfragen an: DANIEL MILBERG Zweigniederlassung Frankfurt HINDENBURGPLATZ 10 + TEL. 32566 Gegenüber dem Hauptbahnhof Ä Qelze r Mantel, Paieiois ■ CaDes,EdeiCDse Pelzaufbewahrung FÄxC//v?AWß_,? 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