Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 15 (1936-1937)
- Issue
- 3 (12.1936)
- Date
- 1936-12-01
- Page
- Seite 16 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 16 Amtliche Bekanntmachungen der Jüdischen Winterhilfe Frankfurt a. M. Postscheck-Konto Nr. 66600 Frankfurt-M. Telefon Nr. 43703 Geschäftsstelle: Quinckestrasse 26 Annahme für Geldspenden Quinckestrasse 26 und Fahrgasse 146 (Gemeindehaus) Haussammlung im Wie im vergangenen Jahr führen wir auch in diesem Dezember nur eine Haussammlung für die Jüdische Winterhilfe durch. Die Sammlung findet am Eintopfsonntag, den 13. Dezember 1936 statt. Wir" erwarten, daß unsere Freunde neben ihrer Eintopfspende die Ablösung für die Pundsammlung unter besonderer BerücksichtigungderChanukkahtage, in denen wir eine zusätzliche Betreuung durchführen wollen^ festsetzen werden. Die übliche zweite Haussammlung findet im Dezember nicht statt Dezember 1936 2. Dezember- Ausgabe der Lebensmittel. Die 'Zuweisungsseheine für Monat Dezember werden ausgegeben: Montag, den 7. 12. 1936 8.30 — 12.30 Uhr (Nicht abgeholte Scheine verfallen.) 3. Antragstell u ng für warme Winterwäschc. Anträge werden angenommen: Donnerstag, den 10. 12. 36 8.30 — 12 Uhr A — F Freitag, den 11. 12. 36 8.30 — 12 Uhr G — >K Montag, den 14. 12. 36 8.30 — 12 Uhr L — R Dienstag, den 151 12. 36 8.30 — 12 Uhr S — Z. Sitzung vom 26. November 1936 Sitzungsbericht von Bürodirektor J. Meyer Der stellvertretende Vorsitzende, Herr Felix Meyer, eröffnet in Vertretung des in Erholungsurlaub befindlichen Vorsitzenden und in Anwesenheit von 28 Gemeindevertretern und 6 Mitgliedern des Gemeindevorstandes die Sitzung. Vor Eintritt in die Tagesordnung begrüßt der Vorsitzende den in die Gemeindevertretung neu gewählten Herrn Geheimen Oberregierungsrat Reichsbahndirektor a. D. Franz Bergmann, der zum ersten Mal zu den Beratungen der Gemeindevertretung erschienen ist. . Die Wahlvorschlagskommission beantragt: a) anstelle des aus dem Vorstand ausgeschiedenen Herrn Emil Carl Oppenheimer für den Rest seiner Amtszeit, d. i. bis 31. Dez. 1938, Herrn Oberregierungsrat Reichsbahndirektor a. D. Franz Bergmann zu wählen;. b) die aus dem Vorstand turnusmäßig ausscheidenden Herren Justizrat Dr. Blau, Dr. Richard Rheinstein, Emil Oett i n g e r, Professor Aron Freimann wiederzuwählen; c) anstelle des gleichfalls turnusmäßig ausscheidenden Herrn Siegmund Stern, Herrn Rechtsanwalt Dr. Nathan R o s e n t h a 1 zu wählen. Der Vorsitzende dankt den ausgeschiedenen Herren Emil Carl_ Oppenheimer und Siegmuhd Stern für ihre zum Wohle der Gemeinde geleistete hingebungsvolle Tätigkeit. In Bezug auf die lt. Einigungsverhandiung vorzunehmende Wahl eines 16. Vorstandsmitglieds wird von der Wahlvorschlagskommission Vertagung beantragt, da die Person des von der Jüdischen Volkspartei vorzuschlagenden Vorstandsmitglieds noch nicht endgültig feststeht. Der Vorschlag wird gegebenenfalls in der ersten Sitzung der neuen Gemeindevertretung vorgelegt werden. Es erhebt sich kein Widerspruch. Die Wahl erfolgt durch Stimmzettelabgabe. Es werden 28 Stimmen abgegeben, welche sämtlich auf die von der Wahlvorschlagskommission vorgeschlagenen Namen lauten. Herr Oberregierungsrat Reichsbahndirektor a. D. Franz Bergmann erklärt, daß er die Wahl annehme. ' Auf Vorschlag der Wahlvorschlagskommission werden anstelle des in den Vorstand gewählten Herrn Ferdinand Stiefel in die Finanzkommission und in die gemischte Finanzkommission Herr Dr. Heiner Mayer, in den Vorstand der Hauptsynagoge: Herr Dr. Max Mainzer, in das Pflegamt des .Krankenhauses: Herr Karl Adler gewählt. Die Wahl erfolgt lediglich für die Dauer der gegenwärtigen " Legislaturperiode, also bis zum 31. Dezember 1936. Im Anschluß hieran teilt Herr Konsulent Dr. Geiger mit, daß ein weiterer Wahlvorschlag zur Wahl der Gemeindevertretung bis zum Ablauf der hierfür gestellten Frist nicht eingegangen ist, so daß der Kompromiß wahlvorschlag als der allein, gültige angesehen werden kann. Hiermit ist die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung erschöpft. Der Vorsitzende weist darauf hin, daß die heutige Sitzung voraussichtlich die letzte in diesem Kalenderjahr sein wird und beschließt die zu Ende gehende Legislaturperiode der Gemeindevertretung mit folgendem Rückblick: „Am 1. Januar 1931 hat die jetzige Gemeindevertretung ihre Tätigkeit begonnen und ihre zunächst auf 4 Jahre berechnete verfassungsmäßige Amtszeit im Januar 1934 um 2 Jahre verlängert. Der in diese Zeit fallende politische Umschwung in Deutschland hat die Stellung der deutschen Juden in einem Umfang verändert, dessen Ausmaß die jüdischen Gemeinden und ihre Verwaltungen vor ungeahnte, neue und gewaltige Aufgaben gestellt hat und täglich aufs neue stellt. Es dürfte nicht als überheblich bezeichnet werden können, wenn ich feststelle, daß die Frankfurter Gemeindeverwaltung/also Vorstand und Gemeindevertretung, sich bisher der Bewältigung dieser schweren Aufgaben voll und ganz gewachsen gezeigt hat. Trotz des auf jedem Einzelnen lastenden schweren seelischen Drucks hat es keinen Augenblick des Verzagens gegeben. Die Erinnerungen an die vielen Leidensstationen der Jahrtausende alten jüdischen Vergangenheit und das Gefühl der Verpflichtung, alles Die Frankfurter Bank, Neue Mainzerstrafje 69 gegründet 1854 Tel. 20901 übernimmt die Ausführung aller bankmässigen Geschäfte Spareinlagen gegen Sparbuch Hinterlegungsstelle für Mündelvermögen