Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 14 (1935-1936)
- Issue
- 12 (9.1936)
- Date
- 1936-09-01
- Page
- Seite 460 (sequence 22)
- Language
- German
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Seite 460 DANZAS&C9S ■ 111b ba Ha bteilung für Auslands-Umzüge FRÜHER ALBERT HERZ Frankfurt am Main Gutleutstr. 31 Tel. 30041 Transporte nach allen Ländern in Lifts u. Sammelladungen per Bahn u. Rhein. Fachmännische Beratung. Sachgemäße Verpackung, Lagerung, Versicherung Rabbiner Dienemann über religiöses Leben in Erez Israel - Der Freisinnige Verein für jüdisches Gemeindeleben hatte zu einem Vortrag Rabbiner Dr. Max Dienemanns in die Westendsynagoge eingeladen. Rabbiner Dienemann berichtete den mit angespanntem Interesse folgenden Zuhörern über die Beobachtungen, die er auf einer längeren Reise durch Palästina auf dem Gebiete des religiösen Lebens gemacht hatte. Der Vortragende schilderte die verschiedenen Stufen der Einwanderung aschkenasischer Juden nach Erez Israel, um damit zugleich die durchaus verschiedenartigen Voraussetzungen aufzudecken, die die Haltung des Jischuw zu religiösen Fragen bestimmen: Mit grosser Klarheit analysierte Dr. Dienemann die Beziehung des jüdischen Einwanderers aus Galizien, aus Russland (des „Intelligenzlers"' und des Arbeiters) und aus Deutschland zur Religion und zur religiösen Form. Er zeigte das Fehlen, aller religiösen Bedürfnisse und jedes religiösen Wollens, aber auch die Aeusserungen traditioneller Frömmigkeit und die ersten Ansätze neuen religiösen Lebens. Den Fragen des Religionsunterrichts in der Schule hat Dr. Dienemann eingehend nachgespürt und auch, hierüber für die Aufgaben einer religiösen Enfaltung in Palästina Erkenntnisse gezogen. Dem deutschen Jischuw kommt, nach Dr. Dienemanns Ansicht, eine besondere Bedeutung für die Entfaltung und Erhaltung religiösen. Lebens in Erez Israel zu. Eine Reihe von Beispielen zeigte, in welchem Masse der jüdisch-religiöse Liberalismus in seiner in Deutschland' entwickelten Haltung das religiöse Leben im Lande zu bestimmen geeignet ist. — An den aufschlussreichen Vortrag scbloss sich das Maariw-Gebet. Der Kinder-Chor der Westendsynagoge unter Frank Rothschilds Leitung umrahmte die Feierstunde. Ghr. Reparaturen in eig. Werkstätte ille Domod. Obren nehme leb bei Nenkanl In Zablong 25325 gasse; No. 2 Vereinigung} jüdischer Lehrer und Lehrerinnen zu Frankfurt a/M. In der Junisitzung wurde die zur Zeit aktuelle und viel diskutierte Frage „Sephardisch oder aschkenasisch?" behandelt. Der Rddiner des. Abends, Herr Rabbiner Dr. Neuhaus, sprach in einem interessanten, reiches Material bietenden Referat über die Entwicklung der beiden Aussprachen, ihre sprachlichen Verschiedenheiten'und ihre Berechtigung. An seine Ausführungen schloß sich eine Diskussion an- — Im Anschluss an dieses Referat wird in der Septembersitzung Fräulein Schleifer dieselbe Frage von der praktischen Seite erörtern und über die Erfahrungen im hebräischen Unterricht sprechen. — Ferienspiele 1936 Fast 350 Kinder wurden in diesem Jahre während der Sonijuerferien durch die „Ferienspiele" betreut. Der Kinderhort in der Bieichstrasse und die Jugendhilfe der Jüdischen Wohlfahrtspflege hatten die Vorbereitungen und Duchführung der grossen Aufgabe übernommen, den Kindern Entspannung und Erholung zu verschaffen. Nur durch den hingebungsvollen Einsatz einer Reihe von Kinderhortnerinnen, Lehrern und Lehrerinnen der jüdischen Schulen und vor allem durch die vorbildliche Fürsorge von Frau Therese Freimann, die die organisatorischen Aufgaben zu lösen übernommen hatte, ist es gelungen, den Kindern, ungeachtet mancher verregneter Tage, eine wirkliche Ferienfreude zu verschaffen. Der Turn- und Sportverein ..Schild" hatte den schönen Platz am Buehrainweiher zur Verfügung gestellt, dorthin wurde auch in Thermophoren das Essen für die Kinder gebracht. Die Jungen und Mädchen wurden täglich in zwei Sonderzügen der Strassenbahn, bis in die Nähe des Platzes gefahren und von dort abgeholt. Die Feier, die wie alljährlich, die Ferienspiele beschloss, war ein erfreulicher Beweis für die kindliche Heiterkeit, die im Kreis der Betreuten herrschte. Nach dem Aufmasch der Kinder kam eine Begrüssung des Herrn Oberstudiendirektor Drieäen, der nicht persönlich anwesend sein konnte, zur Verlesung. Dann reihten sieh Spiele, turnerisches und sportliche Vorführungen, vielstimmige Chöre aneinander, jeweils eingeleitet durch zwei ..Conferenciers", die sich mit ursprünglicher Komik in ihrer Aufgabe entfalteten. Der Dank der Kinder galt vor allem der scheidenden Leiterin des Kinderhorts in der Bieichstrasse, Fräulein Wolf, und der mütterlichen Freundin, Frau Therese Freimann. Die zur Schlussfeier erschienenen Gäste konnten mit Genugtuung feststellen, wie gut sich die Kinder während ihrer Ferien physisch und psychisch erholt hatten. Hoffentlich wird es auch in den kommenden Jahren gelingen, das segensreiche Ferienhilfswerk den erholungsbedürftigen Kindern zuteil werden zu lassen . -r Arbeitsgemeinschaft Jüdischer Körperbehinderter Geschäftsstelle, Frankfurt a. M., Quinckestrasse 24 I. Sprechstunden: Donnerstag von 12 bis 13 Uhr, Zimmer 5. Der Verein der Jüdischen Körperbehinderten und der Verein Jüdischer Schwerhöriger (Risch) hatten eine gemütliche Zusammenkunft in den Räumen des Kinderhorts. Verschiedene Künstler hatten sich wieder liebenswürdigerweise zur Verfügung gestellt. Rudolf Ganz trug mit feinem Verständnis eine Geschichte vor. Sodann folgten heitere Lieder, die von Kurt Rosenbus eh sehr frisch und auch mimisch gut zum "Ausdruck gebracht wurden, Frau Liebreich sang und spielte mit Natürlichkeit, Temperament und Hingabe und fand besonders starken Beifall. DEUTSCHE EFFECTEN» UND WECHSEL »BANK Konsfabler Wache Allarhelfigensfrassa 99j Osfhafen Hanauarlandstrasse 125 Bockenheim L«lpzlgarsfrass* 50 - vormals L. A. Hahn — gegründet 1821 — Akf.-Ges. sei) 1872 FRANKFURT AM MAIN Kaiserstrasse 30 Individuelle Beratung Auch in den Städten Höchst a. M. Dalbergsfrasse 3 Offenbach a. M. Frankfurfersfrasse 54