Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 14 (1935-1936)
- Issue
- 12 (9.1936)
- Date
- 1936-09-01
- Page
- Seite 458 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 458 Persönliche Nachrichten 85. Geburtstag Am 26. September kann Herr Moses Stern, Jahmstrasse 21, in körperlicher und geistiger Frische seinen 85. Geburtstag begehen. In weiten Kreisen unserer Gemeinde ist Herr Stern als Sekretär des Israelitischen Hilfsvereins und später Sekretär des Philanthropen Charles L. Hallgarten bekannt. In diesen Stellen und als Mitarbeiter der Zentrale für private Fürsorge und mancher anderer sozialen Einiehtungen hat sich Herr Moses Stern. Dankbarkeit und Freundschaft vieler gesichert. Möge die Erinnerung an seine segensreiche Tätigkeit den Lebensabend des verdienten Mannes auch weiterhin verschönen! 80. Geburtstag 23. 8. 1936: Frau Eegine Mainzer geb. Bacharach, Neue Zeil 1 29. 8. 1936: Frau Leontine Wolff geb. Bielefeld, Günthersburg Allee 48 75. Geburtstag 29. 8. 1936: Erau Henriette Simon geb. Loeb, Merianstrasse 31 70. Geburtstag 20. S. 1936: Frau Friedericke Landsberger geb. Lazarus, Eschersheimerlandstrasse 369' Silberne Hochzeit 20. 8. 1936: Carl S. Steinberg und Frau Lisbeth geb. Guggenheim, Aystettstrasse 6 3. 9. 1936: Gustav Mühlfelder und Frau Nanny geb. Levi Hans Handwerkstrasse 63 4. 9. 1936: Albert Wolf und Frau Bertha geb. Blumenthal, Bäckerweg 48 Toni Aaron s. A. Die Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung Fräulein Toni Aaron ist am 27. August verschieden. Obwohl die Verewigte nur eine kurze Spanne dem Kreise unseres Hauses zugehörte, gibt es wohl niemanden, der nicht von dem bescheidenen, stillen und zuverlässigen Wesen Toni Aarons sich angesprochen fühlte. So wird ihr Andenken von uns stets in Ehren gehalten werden. Dr. Eugen Tannenbaum s. A. Am Sonnabend, den 22. August, erlag der Hauptschriftleiter der ..Jüdischen Allgemeinen Zeitung" Dr. Eugen Tannenbaum, ein Frankfurter und Sohn des Herrn Markus B. Tannenbaum s. A., einem Herzschlag. Der Verstorbene, der erst im 46. Lebensjahr stand, war früher an der Scherl-Presse tätig und hat sich nicht zuletzt durch seine Wirksamkeit als Kritiker und Publizist einen Namen gemacht. Von seinen zahlreichen Veröffentlichungen ist das im Jahre 1914 erschienene Werk über „Friedrich Hebbel und das Theater", die im Jahre 1915 herausgege- Bankhaus Lincoln Menny Oppenheimer Frankfurt a. M., Neue Mainzersir. 68 Londoner Niederfassung: Lincoln Menny Oppenheimer Lfd London E. C. 3 14 Cornhill Unseren werten Runden, bekannten und freunden ein gutes Sfeues tyahrl cBucbdruckerei Gebrüder Qraun v___) benen ,.Kriegsbriefe deutscher und österreichischer Juden" und der im gleichen Jahre erschienene Gedichtband „Landsturm, Lyrik von der Front" hervorzuheben. Dr. Tannenbaum war ein Mensch, dessen freundliches und liebensAvürdiges Wesen ihm die Sympathie all derjenigen sicherte, die ihm begegneten, und dessen Kenntnisse und Fähigkeiten ihm in weitesten Kreisen Achtung und Beachtung verschafften. Der Tod Eugen Tannenbaums hat bei allen grosses Bedauern hervorgerufen. Besonders in den Kreisen der Mitarbeiter der jüdischen Presse hat der frühzeitige Heimgang von Dr. Eugen Tannenbaum aufrichtiges Mitgefühl geweckt. _ Anstalten und Vereine Semesterschluss-Verhör in der Rabbinischen Lehranstalt Jeschiwa Am Sonntag, den 23. August, beendete die Rabbinische Lehranstalt Jeschiwa ihren Sommer-Lernabschnitt durch ein Verhör, das Herr Gemeinderabbiner D r. H o f f m an n für die Schüler aller Stufen anstellte. Die Prüfung erstreckte sich über den ganzen Tag, wandle sich an alle Schüler der Anstalt — es waren diesmal annähernd 100 — und bezog sich auf das weite Pensum der Lehrtätigkeit in der Anstalt. Wir haben vor kurzem hier berichtet, welche beispiellose Arbeitsfreude und Hingabe von Lehrern und Schülern in der Jeschiwa zu beobachten ist und haben den Ablauf eines Tages in der Jeschiwa dargestellt. Die gleiche Freude am Lernen — in des Wortes jüdischstem Sinn —, die gleiche Begeisterung für den Stoff, seine methodische Erfassung und seine Interpretation zeigte auch das Verhör, das nichts von dem schulmässig Strengen an sich hatte, das wir mit diesem Wort zu verbinden pflegen. Es war vielmehr eine gern und freudig erstattete Rechenschaft über das, was im letzten halben Jahr von Lehrern und Schülern geleistet wurde. Es ist wieder Erstaunliches geleistet Avorden. Wie bereits die Vierzehnjährigen ihren Raschi parat haben, wie die Aelteren Mischna, Talmud und Kommentatoren zu durcharbeiten wissen, musste mit Anerkennung erfüllen. Auch das Verständnis, mit dem jüdische Geschichte betrieben und erfasst wird, zeigte die echte Fundierung der Arbeit. Rabbiner Dr. Hoffmann beschloss das Verhör mit einer Ansprache, in der er auf den Wert der Arbeit der Jeschiwa für die. hinwies, die die Lehranstalt verlassen, um ihrem Beruf nachzugehen, und in der er denen den Sinn des Lernens erläuterte, die in der Anstalt weiter bleiben. Sein Dank galt der Verwaltung der Jeschiwa, deren Bemühungen die schwierigen finanziellen Aufgaben ihre Lösung verdanken und allen, die zum Erhalt der Rabbinischen Lehranstalt beitragen. Herr Willi Mainz sprach dem Lehrkörper den Dank der Verwaltung aus für seine nie er- Wir beraten Sie Gegründetes in allen Bank- und Börsen- Angelegenheiien GEBRÜDER GOLDSCHMIDT BANKHAUS Vermietbare StahlWcher Bö RS E N STRASSE 11 r~——- Neuwahl dY Co. KOM M ANDIT-GES ELLSCHAFT FRANKFURT-M, HORST=WESSELPL 14 Ausführung sämtlich, bankgeschäftlicher Transaktionen .'. Stahlkammer