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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-06-01 · 9 (6.1936) · p. Seite 353

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
9 (6.1936)
Date
1936-06-01
Page
Seite 353 (sequence 27)
Language
German
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Seite 353 Wiederwahl des derzeitigen Vorstandes für die kommenden zwei -Jahre. ^Herr Landsberg dankte dem Dirigenten der Chorvereinigung, dem unermüdlichen Dr. N. Ehrenreich, für seine hingebende und mühevolle Arbeit und betonte, daß die Jüdische Chorvereinigung bereits zu einem wesentlichen Kulturfaktor innerhalb des Frankfurter jüdischen Kunstlebens geworden sei. Die Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Kulturbund Ehein-Main soll weiter wie bisher gepflegt, das harmonische Verhältnis zu dem Jüdischen Kammerchor weiter vertieft werden. Die Arbeit des Kinderchores, der der Chorvereinigung angeschlossen ist, soll in grösserem Umfange weitergehen. Herr Direktor Meyer, der auch den Kassenprüfungsbericht gegeben hatte, dankte hierauf im Namen der gesamten Chorvereinigung dem Vorstand für seine geleisteten Arbeiten und sprach die Hoffnung auf eine weitere glückliche Zukunft der Vereinigung aus. Dr. H. W. Gumpertz'sches Siechenhaus In der Generalversammlung des gemeinnützigen Vereins Gumpertz'sches Siechenhaus machte der Vorsitzende, Herr Dr. Richard Merzbach, zum Geschäftsbericht für 1935 u. a. folgende Ausführungen: „Im abgelaufenen Jahre 1935 zeigte sich mehr als je die Notwendigkeit des Bestandes eines Heims für chronisch kranke sieche Personen und somit des Gumpertz'schen Siechenhauses. Viele Familien, die ihren Wohnsitz verlegen mussten und bisher, zum Teil wenigstens, ihre chronisch kranken Angehörigen bei sich behalten konnten, waren gezwungen, eine Unterbringungsmöglichkeit bei uns zu suchen. Es handelt sich zumeist um völlig hilflose mittellose Kranke, die dann nach Platzmöglichkeit im Siechenhaus Aufnahme fanden. Unter den Kranken befinden sich z. Zt. 23 gehunfähige, z. T. völlig gelähmte Patienten. Daß trotz der gewaltigen Aufgabe, für soviel arme Sieche sorgen zu müssen, auch ihre oft mit grossen Kosten verbundene medizinische Betreuung durgeführt werden konnte, verdankt die Anstalt dem treuen Stamm von Freunden und Helfern, der ihr noch verblieben ist, dann aber auch einer unermüdlich tätigen Mitarbeiterschaft, die ihr Bestes für das Heim hergibt. Ihnen allen für die vielen Beweise ihrer Hifsbereitschaft zu danken, ist der Verwaltung eine angenehme Pflicht." Dr. Merzbach kam dann auf die Synagoge des Siechenhauses zu sprechen und auf die seelische Bedeutung der Einrichtung für die Kranken, die nunmehr 25 Jahre besteht. Er erwähnte die Verdienste der Herren Seckbach, S. Wolpert, Raphael Golde, Jules Oppenheimer und Siegmund Keller um die Synagoge. „Wir bitten heute", so führte Herr Dr. Merzbach weiter ans, „unsere Mitglieder, Freunde und Gönner, unser kleines Gotteshaus aufzusuchen und aus eigner Anschauung zu sehen, welch wertvoller Bestand für unser Siechenhaus dieser heilige Raum geworden ist. Insbesondere möchten wir hierbei die Bitte aussprechen, Gelegenheit zu nehmen, auf die Einrichtung unserer Jahr, zeits- und Gedächtnisstiftungen weitere Kreise aufmerksam zu machen. Ist doch unsere Anstaltssynagoge zu einer bleibenden Stätte pietätvoller Erinnerung geworden. Da sich jetzt fast nur Schwerleidende bei uns befinden, richten wir insbesondere an unsere Mitglieder und Freunde die Bitte, in ihrer Hilfsbereitschaft für unser Liebeswerk nicht zu erlahmen und nach Möglichkeit für die Einrichtungen unseres Hauses und hierdurch unmittelbar für die armen Kranken zu werben. Der Dank dieser Hilfsbedürftigen, denen wir die Zufluchtsstätte erhalten müssen, ist ihnen allen sicher." Telegrammablösungen Um vielfach geäusserten Wünschen zu entsprechen, geben wir bekannt, daß Telegrammablösungen für das Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg (pro Stück 50 Pf.) bei den untenstehenden Vorstandsmitgliedern zu haben sind: Frau Paula Nassauer, Myliusstrasse 44, Frau Ella Werner, Mittelweg 10, Frau Recha Rothschild, Am Tiergarten 2, Frau Erna Bergel, Ravensteinstrasse 3, Frau Therese Freimann, Hans Handwerkstrasse 1, Frau Stephanie Forchheimer, Schumannstrasse 9, Frau Helene Igersheimer, Beethovenstrasse 24, Frau Aenne Kamberg, Offenbach, Körnerstrasse 12, Frau Else Katz, Friedrichstrasse 3, Frau Meta Posen, Fichtestrasse 8, Frau Bertha Schiff, Liebigstrasse 52, Frau Jenny Wolf, Morgensternstrasse 41. | | Vereins- und VersammlnngskalendBr [ [ (Mitteilungen für die nächste Nummer müssen bis spätestens 24. Juni bei der Schriftleitung vorliegen.) Montag, 8. Juni Gesellschaft für jüdische Volksbildung. Rezitationsabend Otto Bernstein. Hörsaal der Synagoge Unterlindau, 20.30 Uhr. Donnerstag, 11. Juni Ortsgruppe Frankfurt a. M. des Jüdischen Frauenbundes. Hausfrauengruppe. Praktische Vorführung mit Gratis-Kostproben „Sommerliche Getränke und Süßspeisen". Isr. Mädchenheim, Taunusplatz 17, 16.30 Uhr. Montag, 15. Juni Ortsgruppe Frankfurt a. M. des Jüdischen Frauenbundes, in Gemeinschaft mit dem Verband jüdischer Frauen „Die 1 Empfehlenswerte Kohlen ■ Firmen [ Kohlen u. Koks jMhsowle alle sonstig. Brennmaterialien S. Moses & Co. Sandweg 32 Tel. 46990 tgggggggjGegr. 18751 KOHLEN I. J). Büro und Lagen GauBstraBe 37 KOKS Talafon 43726 KOHLENHANDLUNG ^SCHWARZ Ink. Srast Scbw« Q- JoJ- Kaofmami Grüneburgweg 37 Tel. 53279 Bei Bedarf an Kohlen berücksichtigt unsere Inserenten I *% C. VOLL WEILER Ä KohUn / Kaks / Briketts / Hotz * SOMMERPREISE Paradiesgasae 45 Tel. 62965 Sandwen 84 Einzelzentner nach allen Stadtteilen Inserieren bringt Gewinn FERD. 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